Aktuelles / Dienstag, 28.Februar.2012

NRW-CDU nominiert Alice Schwarzer für die Bundesversammlung

Die aktuelle Nominierung der Wahlmänner der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten durch den Düsseldorfer Landtag zeige, so das PRO-NRW-Vorstandsmitglied Andreas Molau, auf welchem Niveau sich die demokratische Mitbestimmung inzwischen bewege: „Wenn hier irgendwelche Prominente als Sympathieträger ausgewürfelt werden, wahrscheinlich als Versuch, die Akzeptanz beim Volk zu erhöhen, dann ist das an Peinlichkeit kaum zu überbieten.“ Insbesondere die CDU zeige, so Molau, wes Geistes Kind sie sei. Die Union bestimmte u.a. Alice Schwarzer zur Wahlfrau. CDU-Generalsekretär Oliver Wittke begründet die Berufung damit, dass seine Partei das Lebenswerk von Schwarzer würdigen wolle.

Andreas Molau

Damit, so Molau, habe sich die CDU einmal mehr auch als Lebensschutzpartei aus der politischen Landschaft verabschiedet:

„Wenn die NRW-CDU eine Frau wie Alice Schwarzer in die Bundesversammlung beruft, dann sollte sie konsequenterweise das C endlich aus ihrem Namen streichen. Schwarzer selbst sieht es als eines ihrer größten Verdienste an, dass Abtreibung für Frauen zum Alltag geworden sei. Sie ist stets eine aktive Kämpferin gegen die Mutterrolle und für die Zerstörung der Familie gewesen und gibt sich nun als Antreiberin in der Geschlechterabschaffung durch Gender Mainstream. Das ist wahrlich eine beeindruckende Lebensleistung.

Frau Schwarzer kümmern die durch Abtreibung traumatisierten Frauen offenbar ebenso wenig, wie das Lebensrecht von Kindern. So skandalös wie die finanzielle Unterstützung der von Schwarzer initiierten, die Abtreibung verharmlosende Stiftung ,FrauenMediaTurm‘ in Köln durch Land und Bund, ist die jetzige Nominierung durch die NRW-CDU. PRO NRW hat seit langem eine klare Position bezogen: Das höchste deutsche Amt sollte in Deutschland nicht durch derartige Inszenierungen bestimmt werden, sondern durch die direkte Wahl der Bürger.

Gerade das Beispiel der Schwarzer-Nominierung zeigt, dass inzwischen noch nicht einmal die repräsentative Demokratie funktioniert. Denn die weitgehend konservativen, wertorientierten Wähler der CDU, die von der Partei geschickt getäuscht werden, würden sich mit Sicherheit nicht gern von einer Frau wie Alice Schwarzer vertreten lassen.“