Landesweit / Mittwoch, 15.Juli.2015

Niveau der Schüler im Ruhrgebiet besorgniserregend!

Die Schulministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW, Sylvia Löhrmann (Grüne), hat auf eine bisher unveröffentlichte Anfrage im Landtag mitteilen lassen, dass das Bildungsniveau der Schüler im Ruhrgebiet weiterhin deutlich unter dem Landesschnitt liegen würde. Rund zehn Prozent gelten als sogenannte „Problemschüler“.

Insbesondere den Fächer Mathematik und Deutsch sind viele Schüler überfordert. In durchgeführten Lernstandstests in den 8. Klassen von Haupt- und Gesamtschulen kamen zum Teile erschreckende Ergebnisse heraus. So kamen im Ruhrgebiet etwa 28 Prozent nicht über die Niveaustufe 1 im Fach Mathematik hinaus. Diese beinhaltet einfache Operationen mit natürlichen Zahlen. Der Landesschnitt ist zwar mit 21 Prozent besser, allerdings alles andere als zufriedenstellend. In Deutsch haben rund zwölf Prozent nur das unterste Niveau erreichen können. Hier lag der Landesschnitt bei neun Prozent.

Rund zehn Prozent aller Schüler verfüge über eine „mangelhafte Ausbildungsfähigkeit“ sowie „geringes Kompetenzniveau“. Dadurch sind die Zukunftsaussichten für die Schüler nicht die besten.

Nicht nur bei den untersten Kompetenzstufen hinkt das Ruhrgebiet hinterher. Auch bei den Stufen 4 und 5 besteht großer Nachholbedarf. Verschiedene Bildungspolitiker und -experten kritisieren, dass trotz erhöhter Förderanstrengungen sich kaum etwas an der Ausbildungsfähigkeit der Schüler verbessert habe.

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Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hatte Deutschland die Stellung als Land der Dichter und Denker inne. Der Ursprung hierfür lag in der Aufklärung sowie dem aufgeklärten Absolutismus. Im Gegensatz zu anderen König- bzw. Kaiserreichen der damaligen Zeit sind Freigeister auf deutschem Boden stets gefördert worden. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl der einflussreichsten Philosophen des 18. und 19. Jahrhunderts wie Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Nietzsche oder Johann Wolfgang von Goethe wieder. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann jedoch langsam der geistige Abstieg der Deutschen. Angefangen beim massenhaften Patentraub in der Nachkriegszeit bis hin zu vollkommen verkorksten Bildungsexperimenten sind die Ursachen für diesen Zustand.

[su_spoiler title=“I. Dreigliedriges Schulsystem“ style=“fancy“]Das dreigliedrige Schulsystem mit den Zweigen Gymnasium, Realschule und Hauptschule bewährte sich jahrzehntelang und bildete die Basis für deutsche Spitzenleistungen im Bereich der Bildung. Durch die stetige Aushöhlung dieses Prinzips werden Schulformen entwertet und die Leistungsorientierung abgeschafft. Das Dreigliedrige Schulsystem muss daher erneut zum bildungspolitischen Leitbild erkoren und durchgesetzt werden. Die Leistungsanforderungen sind derart heraufzusetzen, dass auch Absolventen von Haupt- und Realschule eine realistische Chance auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz besitzen.[/su_spoiler]

[su_spoiler title=“II. Vergleichbarkeit durch Bildungszentralismus“ style=“fancy“]Im Rahmen der nationalen Vergleichbarkeit ist die dezentralisierte Schul- und Bildungspolitik abzuschaffen, da sich bei Wechsel zwischen den Bundesländern massive Schwierigkeiten bei der Schul- Universitäts- und Arbeitsplatzwahl auftun. Gerade Abschlussprüfungen aller drei Schulzweige müssen, genau wie die jeweiligen Lehrpläne angeglichen werden.[/su_spoiler]

[su_spoiler title=“III. Aufwertung der Hauptschule“ style=“fancy“]Während ein Hauptschulabsolvent noch in den 1960er Jahren die Möglichkeit besaß, einen Meistertitel zu erlangen und mit gutem Einkommen seine Familie zu ernähren, sind die Hauptschulabsolventen der heutigen Zeit quasi die Sozialhilfeempfänger von morgen. Aus diesem Grund ist die Hauptschule als Bildungsinstitution aufzuwerten. Praxisnahe Stoffvermittlung hinsichtlich möglicher Lehrberufe ist zu bevorzugen. Unternehmen, die Hauptschülern Lehr- oder Praktikumsstellen vermitteln, sind staatlich zu fördern.[/su_spoiler]

[su_spoiler title=“IV. Möglichkeit kostenloser Ganztagsbetreuung“ style=“fancy“]Werktätige Eltern haben teilweise nicht die zeitlichen Möglichkeiten, um ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Daher muss seitens des Staates die Möglichkeit einer kostenlosen Ganztagsbetreuung geschaffen werden. Im Bereich der Unterstützung bei Hausaufgaben und der Beaufsichtigung von Kindern und Jugendlichen können somit auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.[/su_spoiler]

[su_spoiler title=“V. Führerschein“ style=“fancy“]Für viele Lehr- und Ausbildungsberufe ist der Führerschein eine notwendige Voraussetzung oder zumindest eine kompetente Ergänzung. Es muss daher möglich gemacht werden, im schulischen Rahmen die Führerscheinprüfung zu absolvieren, damit eine höhere Attraktivität von Abschlussschülern auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt gewährleistet werden kann.[/su_spoiler]

[su_spoiler title=“VI. Begrenzung des Ausländeranteils“ style=“fancy“]Gerade in den marginalisierten Schulformen gibt es in vielen Fällen einen übergroßen Ausländeranteil. Gerade Migranten mit Sprachschwierigkeiten und ungenügender schulischer Vorbildung hemmen den Fortschritt des Unterrichts und sorgen mitunter für eine faktische Entwertung des betreffenden Schulabschlusses aufgrund einer notwendigen Vereinfachung des Stoffes. Daher ist der Ausländeranteil in Schulklassen, auch zur Verminderung interkultureller Konflikte auf dem Pausenhof, auf 30 Prozent zu begrenzen.[/su_spoiler]

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