Aktuelles / Freitag, 1.April.2011

Neue Zahlen zur Kindertagesbetreuung in NRW

Das Statistische Landesamt NRW „Information und Technik“ veröffentlichte jetzt Zahlen zur Kindertagesbetreuung. Nach der Erhebung stieg die Zahl der ganztags betreuten Kinder in fast allen Altersgruppen an. Vom März 2008 bis März 2010 stieg die Zahl bei den unter Dreijährigen von 42.390 auf 62.415 an, bei den Drei- bis Sechsjährigen war die Zahl – von 434.708 auf 424.014 – rückläufig. Bei den unter Sechsjährigen stieg die Zahl von 477.098 auf 488.429 an.

Der Anteil der Familien, bei denen mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist, betrug bei den unter Dreiährigen, Stichtag März 2010, 24,7 %, bei den anderen Altersgruppen lag er bei etwa bei 35 %. Diese Zahlen zeigten, so Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener, wie groß das Integrationsproblem im Land sei, das man sich mit einer völlig verfehlten Einwanderungspolitik ins Land geholt habe.

Jahrelang habe man über Einwanderungspolitik noch nicht einmal hinter vorgehaltener Hand sprechen können, ohne sich des Vorwurfs der Ausländerfeindlichkeit ausgesetzt zu sehen, so Wiener: „Die rosarote Brille von SPD und Grünen hat die schöne neue Multi-Kulti-Gesellschaft in den schönsten Farben strahlen lassen. Auch die CDU hat sich von dieser Realitätsverweigerung anstecken lassen. Nun stehen wir vor erheblichen Problemen. Die Zahl der Familien in denen, wie es in der Erhebung heißt, ‚vorrangig nicht deutsch gesprochen wird‘, schwankt zwischen 20 und 40 %. Es handelt sich hier um Familien, die sich jeder Integration verweigert haben, die noch nicht einmal die Verkehrssprache gelernt haben. Und diese Familien nehmen die Leistungen der Ganztagsbetreuung in Anspruch. Das ist ein absoluter Skandal. Wer nicht die geringste Bereitschaft zeigt, hier heimisch zu werden, sollte lieber wieder in seine Heimat zurückkehren.“

Die anhaltend hohe Zahl der Ganztagsbetreuung mache auch eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Familienpolitik sowie über die Finanzierbarkeit von staatlicher Betreuung notwendig: „Es ist gelegentlich ganz nützlich, wenn man einmal ins Grundgesetz schaut. Da steht immer noch, dass die Familien den Erziehungsauftrag haben. Wenn nun allein in NRW rund eine halbe Million Kinder vom Staat ganztags betreut werden, dann sollte man ich schon einmal darüber unterhalten, inwieweit das noch den Forderungen des Grundgesetzes entspricht und ob das überhaupt in dieser Form finanzierbar ist. Abgesehen davon werden Familien, die die Betreuung der Kinder selbst übernehmen, finanziell benachteiligt. Die Politik der Altparteien ist ohne jedes erkennbare Konzept. Das zeigt sich leider auch wieder einmal an den vorliegenden neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes.“