Aktuelles / Mittwoch, 14.September.2011

Netzwerke der Finsternis?

Klappern gehört offensichtlich zum journalistischem Handwerk. Aber so dick aufgetragen hat selbst der Kölner Stadt-Anzeiger in seinem fanatischen „Kampf gegen Rechts“ selten. Auf einer ganzen Doppelseite beschäftigt sich das DuMont-Blatt heute mit einem sogenannten „Netzwerk der Finsternis“. Gemeint ist damit offenbar die wachsende Zahl islamkritischer Parteien, Internetblogger und sonstiger engagierter Bürger in Deutschland.

Netzwerk der Finsternis? Der koptische Christ und Islamkritiker Morris Barsoum (l.), PI-Gründer Stefan Herre und die PRO-KÖLN-Politikerin Regina Wilden auf dem Neujahrsempfang 2010 der Fraktion PRO KÖLN im Rathaus.

Gar Schreckliches wissen dazu die DuMont-Journalisten Stefan Geyer und Jörg Schindler zu berichten: Diese Islamkritiker wären sogar untereinander vernetzt und würden sich frecher Weise mit E-Mails oder persönlich austauschen! Skandal! Selbst CDU-Funktionäre und der bekannte jüdischsstämmige Journalist Hendryk M. Broder wären Teil dieses Netzwerkes, dass über Internetblogs wie Politically Incorrect (PI) bis hin zur PRO-BEWEGUNG reichen würde. Bekannte europäische Rechtspolitiker wie Geert Wilders und Parteien wie die Schweizer Volkspartei oder der Vlaams Belang würden dabei quasi noch Pate stehen! Unglaublich!

PRO-KÖLN-Fraktionsgeschäftsführer Markus Wiener

Dazu erklärt der PRO-NRW-Generalsekretär und Kölner Stadtrat Markus Wiener:

„Ja, die PRO-BEWEGUNG bekennt sich im Sinne der Anklage für schuldig! Auch wir sind per Du mit Stefan Herre, dem Gründer des größten politischen Internetblogs (PI) in Deutschland! Auch wir haben Kontakte zu einer der größten Schweizer Parteien und ein hoher SVP-Funktionär, der Aargauer Grossrat Andreas Glarner, ist sogar Ehrenmitglied von PRO KÖLN!

Ja, auch wir pflegen eine enge Partnerschaft zur größten Oppositionspartei in Flandern, dem islamkritischen Vlaams Belang, der in der Hafenmetropole Antwerpen über 30 % der Stadtratssitze hält. Ja, auch die PRO-BEWEGUNG steht in regem Kontakt zur österreichischen FPÖ, die mit HC Strache vielleicht den nächsten Kanzler der Alpenrepublik stellt. Auch wir haben uns schon mit CDU-Funktionären der Initiative ‚Linkstrend stoppen‘ ausgetauscht!

Schuldig also in allen Punkten der heutigen DuMont-Anklage! Mit einer Ausnahme: Den Vorwurf, dass die PRO-BEWEGUNG vor ‚ehemaligen NPD-Mitgliedern wimmeln würde‘, weisen wir mit Nachdruck zurück. Die meisten unserer Mitglieder und Funktionäre waren zuvor überhaupt noch nicht parteipolitisch aktiv oder stammen ursprünglich aus einer der etablierten Parteien. Wenn schon, dann ‚wimmelt‘ es in PRO KÖLN und PRO NRW vor ehemaligen Christdemokraten. Nicht nur unser Vorsitzender Markus Beisicht oder ich selbst haben unsere ersten politischen Schritte in CDU/CSU bzw. ihrer Jugendorganisation JU getan. Direkt und ohne Umwege kamen z.B. auch der langjährige Ehrenfelder CDU-Vorsitzende Jörg Uckermann oder der JU-Kreisvorsitzende von Siegen-Wittgenstein, Gereon Breuer, zur PRO-BEWEGUNG.

Diese Fakten wissen auch die Journalisten des Stadt-Anzeigers und anderer Zeitungen, und trotzdem werden weniger als eine Handvoll ehemaliger NPD-Mitglieder immer wieder zur Stigmatisierung von PRO KÖLN und PRO NRW herangezogen. Doch aus den gleichen Überlegungen heraus, wie sie die Braunschweiger CDU offenbar angestellt hat – der Braunschweiger CDU-Oberbürgermeister Gert Hoffmann ist ehemaliges NPD-Mitglied – haben wir uns in der Vergangenheit entschlossen, einigen wenigen eine zweite Chance zu ermöglichen, nachdem sie sich glaubwürdig und eindeutig von politischen Fehlern in ihrer Vita distanziert hatten. Jeder Mensch kann sich im Leben weiter entwickeln und ich persönlich halte es auch aus einer christlichen Perspektive heraus für richtig, Fehler nach aufrichtiger Reue auch irgendwann einmal zu verzeihen.

Davon abgesehen weiß aber jedermann, der es wissen will, dass die neonazistische NPD eine der erbittersten Feinde der PRO-BEWEGUNG ist. Wir unterscheiden uns als die nordrhein-westfälische Grundgesetzpartei diametral von diesen ewiggestrigen Verfassungsfeinden. Wir stehen für mehr direkte Demokratie und unsere traditionellen christlich-abendländischen Werte, und eben wegen dieser freiheitlichen Grundpositionierung lehnen wir jede Art von Sozialismus und Extremismus, egal ob von rechts oder links, entschieden ab!

Ebenso lehnen wir deshalb die fortschreitende Islamisierung unserer Städte ab. Jene Islamisierung, die schon lange keine schleichende mehr ist, bedroht die Eckpfeiler unserer christlich-abendländischen und deutschen Leitkultur. Sie bedroht gleichermaßen die Freiheitsrechte von Frauen und Homosexuellen oder von Angehörigen  nichtmuslimischer Religionsgemeinschaften. Das können wir als engagierte Demokraten nicht hinnehmen und deshalb sind wir stolz Teil eines europaweiten islamkritischen Netzwerkes!“