Aktuelles, Landesweit, Regional / Mittwoch, 3.Dezember.2014

Mutmaßlich islamistische Bombendrohung versetzt Köln in Angst und Schrecken

Großeinsatz rund um den berühmten Kölner Weihnachtsmarkt am Heumarkt..

Großeinsatz rund um den berühmten Kölner Weihnachtsmarkt am Heumarkt..

Dienstagnachmittag in der Kölner Innenstadt, ganz in der Nähe des großen Weihnachtsmarktes auf dem Heumarkt: Nach einer telefonischen Bombendrohung herrscht Ausnahmezustand. Hunderte Polizisten riegeln die City ab, Spezialkräfte und Sprengstoff-Spürhunde sowie ein Entschärfungs-Roboter kommen zum Einsatz. Auf den sonst gerade in der Weihnachtszeit überfüllten Straßen herrscht gespenstische Ruhe.

Gegen Abend stellt sich zum Glück heraus: Fehlalarm, es wurde keine Bombe gefunden. Die Leitmedien beginnen sofort, die Sache herunterzuspielen. Auffällig häufig ist nur noch von einem “Telefon-Hacker” und “Erpresser” die Rede. Fast gänzlich verschwunden aus der Berichterstattung ist dagegen der brisante Kern, der nicht umsonst zu einem Großeinsatz der Polizei mit spektakulären Evakuierungsmaßnahmen geführt hat: In einer Polizeibehörde in Mittelfranken soll ein technisch verzerrter Drohanruf eingegangen sein, der unter klarer Bezugnahme auf die Terrorgruppe des “Islamischen Staates (IS)” die Zündung einer Autobombe in einem roten Lieferwagen angedroht hatte. Ein solcher Wagen befand sich dann auch am angegebenen Ort in der Nähe der berühmten Kölner Weihnachtsmärkte und folglich lief umgehend ein polizeilicher Großeinsatz unter dem Stichwort “IS” an!

“Der umsichtig handelnden Polizei ist deshalb kein Vorwurf zu machen”, meint hierzu der Kölner Ratsherr und PRO-Generalsekretär Markus Wiener. “Schließlich ist es bereits seit dem knapp vereitelten Sprengstoffanschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt im Jahr 2000 bekannt, dass sich europaweit Weihnachtsmärkte im Visier islamischer Terroristen befinden.”