Aktuelles / Mittwoch, 4.April.2012

Mündige Bürger statt betreute Untertanen

Zur aktuellen Diskussion  des „Teilhabe- und Bildungspaketes“ durch den Bund in Nordrhein-Westfalen meldete sich jetzt auch der stellvertretende PRO-NRW-Vorsitzende Kevin Hauer zu Wort. Hauer bezog sich auf die Einschätzung des NRW-Arbeits-und-Sozialministers Guntram Schneider, der bei dem Förderprogramm zu hohe Hürden beklagte und eine Bring- statt eine Kommkultur einforderte. Auch in dieser Frage, so Hauer, unterscheide sich PRO NRW von den Altparteien: „Wir wollen nicht den Untertan des neo-sozialistischen Betreuungsstaates, sondern den mündigen Bürger.“

Kevin Hauer

Statt eine Bringkultur noch zu forcieren, so Hauer, müsse man diese vielmehr wieder zurück fahren:

„Eine Bringkultur haben wir unter anderem bereits in der Integrationspolitik. Sie hat eine Lähmung zur Folge und sorgt für ein mangelhaftes Einleben in diese Kultur und ihre Werte. Der Staat mach Angebote, Angebote, Angebote; er wirft das Geld zum Fenster heraus – aber viele Migranten ignorieren das mehr und mehr. In den ersten Jahren, als Gastarbeiter in unser Land kamen, da lebten und arbeiteten hier noch hauptsächlich gut integrierte, bemühte und zurückhaltende Menschen. Heute haben wir es immer häufiger mit religiösen Fanatikern zu tun – trotz aller Sozialprogramme.

Ganz ähnlich ist es in der Bildungspolitik: In den 50er und 60er Jahren hat das deutsche Schulsystem qualifizierte Schüler entlassen, die dieses Land voranbrachten. Heute beherrschen Schulabgänger häufig noch nicht einmal die Grundrechenarten oder die deutsche Sprache. Das liegt zum Teil auch an den integrationsunwilligen Migranten – vor allem aber ist das Problem nicht mit mehr Geld zu lösen. Thilo Sarrazin hatte in seinem Buch ,Deutschland schafft sich ab‘ darauf hingewiesen, dass Berlin mit den höchsten Bildungsausgaben die schlechtesten Bildungsergebnisse erreiche.

Deshalb ist diese ganze Diskussion verfehlt: Was wir brauchen, das ist nicht mehr Geld und schon gar keine Kommkultur. Am ehesten benötigen wir eine Leistungskultur in der Schule. Denn die fördert den mündigen Bürger und nicht den willigen Untertan, der auf staatliche Förderprogramme wartet.“