Aktuelles / Donnerstag, 14.April.2011

Mönchengladbach: Salafisten auf Jugendfang

Die vom Verfassungsschutz beobachtete islamische Sekte der Salafisten versucht mit ihrer extremistischen Propaganda gezielt junge Menschen anzusprechen und für einen Übertritt zum Islam zu gewinnen. Den Jugendlichen teilen sie ihre wahren Absichten, nämlich eine absolute Vereinnahmung für die Sekte, wie sie etwa auch bei Scientology üblich ist, nicht mit. Auf welchen gefährlichen und freiheitsraubenden Weg sich die Jugendlichen begeben haben, merken diese meist erst dann, wenn es zu spät ist und sie schon alle möglichen schlechten Erfahrungen mit der angeblichen Religion des Friedens machen mussten.

In Mönchengladbach, wo im Stadtteil Eicken unter der Federführung der Bürgerbewegung pro NRW die Errichtung eines salafistischen Schulungszentrums erfolgreich verhindert werden konnte, sind die islamischen Extremisten unter ihren Führern Sven Lau und Pierre Vogel nun im Bereich der Jugendgewinnung in die Offensive gegangen. Am Freitag vergangener Woche besuchten sie in Mönchengladbach-Pongs unangekündigt ein Jugendzentrum der Kirche und versuchten, die Jugendlichen gezielt für ihre Propaganda zu gewinnen. Im Geiste des „Dialügs“ ließ der Leiter der kirchlichen Jugendeinrichtung die Begegnung mit den Extremisten, mit der die Jugendlichen augenscheinlich überfordert waren, sogar zu.

Zu dem Jugendfang der Salafisten erklärt der niederrheinische pro-NRW-Bezirksvorsitzende Norbert Back: „Es ist erschreckend, was sich in Mönchengladbach immer noch abspielt. Eigentlich sollten die Salafisten seit dem Erfolg des von uns unterstützten Protestes gegen ihr Schulungszentrum gemerkt haben, dass ihre Hassparolen in Mönchengladbach unerwünscht sind. Dass sie nun gezielt auf Jugendfang gehen zeigt mir, dass sie wesentliche Werte unseres freiheitlichen Rechtsstaates immer noch nicht verstanden habe.

Von dem Leiter des Jugendzentrums bin ich aus diesem Grund auch besonders enttäuscht. Er hat meiner Ansicht nach seine Fürsorgepflicht für die ihm anvertrauten Jugendlichen grob verletzt. Er hat sie ohne große Not der extremistischen Gefahr durch die Salafisten ausgesetzt.“