Aktuelles / Donnerstag, 23.September.2010

Mönchengladbach: Neuer Bürgerverein im Zwielicht

Die Proteststimmung in Mönchengladbach-Eicken gegen eine geplante Islamistenschule ist riesig. Das hat offenbar auch die etablierte Politik erkannt und auf eine seit alters bewährte Herrschaftstechnik zurückgegriffen: „Kannst Du eine Protestwelle nicht mehr verhindern, so musst Du dich selbst an ihre Spitze setzen, um sie dann langsam und „gefahrlos“ versanden zu lassen …“

Diese Lenkungsmechanismen der herrschenden politischen Klasse scheinen jetzt auch beim Bürgerprotest gegen die radikalislamische Koranschule der Salafisten in Eicken zu greifen. Hunderte engagierte islamkritischer Anwohner sollen offenbar getäuscht und langfristig „ruhig gestellt“ werden. Der islamkritische Protest soll für die etablierte Politik keinesfalls „gefährlich“ werden und aus dem Ruder laufen; die Einbeziehung wirklich oppositioneller Islamkritiker soll deshalb verhindert werden.

Zumindest deuten die zahlreichen Berichte empörter Eickener über die Gründungsveranstaltung  des neuen Bürgervereins – hervorgegangen aus der Bürgerinitiative gegen die Salafistenschule – darauf hin. Stellvertretend für viele solcher Briefe, Mails und Telefonanrufe an Pro NRW sei hier aus einem Schreiben zitiert:

Das mit der Bürgerinitiative war ja voll der Lacher … Die haben jetzt einen Verein daraus gemacht. Die Satzung war schon geschrieben, der Vorstand würde ganz „basisdemokratisch“ einfach hingesetzt (nicht gewählt, sondern der war einfach da).

Es kam sogar die Frage auf, ob die Bürgerinitiative mit den Salafisten zusammen gegen rechts demonstrieren würde!

Es ging ein Raunen durch den Raum und Empörung machte sich breit. Ein Teil der Leute ist dann kopfschüttelnd gegangen.

Ein Herr meldete sich zu Wort und wollte gerade anfangen, mal ein paar Fakten zu nennen und wie man gegen die Salafisten evtl. noch baurechtlich vorgehen kann, da würde ihm auch schon das Mikro aus der Hand gerissen … Viele Eickener sind enttäuscht aus der Veranstaltung gegangen. Über die Pro NRW Demonstration  am 9. Oktober wurde erzählt, dass sich sich 1000 Hooligans der Versammlung anschließen würden!!! Das wurde ernsthaft gesagt auf der Versammlung …

Es gibt ganz deutlich eine Propaganda, die sagt: „Geht nicht hin , auch nicht zum schauen. Denn wenn man nur einen von uns mit denen auf einem Bild sieht, dann werden wir sofort in diese Ecke geschoben!

Die Eickener werden aber schnell merken, dass die da einen Esel vor den Karren gespannt bekommen sollen …“

Es bleibt also spannend in Mönchengladbach-Eicken: Gelingt es der etablierten Politik im Verbund mit einigen Funktionären des neu gegründeten Bürgervereins, das Engagement vieler hundert engagierter Anwohner ins Leere laufen zu lassen? Oder kann mithilfe der Bürgerbewegung pro NRW und anderer organisierter Islamisierungsgegner das gefährliche Extremistenzentrum doch noch verhindert werden? Die Teilnahme möglichst vieler Eickener Bürger an der friedlichen und von der Polizei genehmigten Demonstration am 9. Oktober durch den Stadtteil wäre ein wichtiger Schritt dorthin!