Landesweit / Sonntag, 2.Mai.2010

Mit Stasi-Methoden gegen CDU-Rechtsabweichler

Am rechten Rand der NRW-CDU rumort es, und das nicht erst seit gestern. Bereits seit zwei Jahren häufen sich die Kontaktaufnahmen und Übertritte enttäuschter CDU-Mitglieder zu pro NRW. Kurz vor der Landtagswahl erhält dieser Trend neue Brisanz. Mit regelrechten Stasi-Methoden wurde nun der CDU-Fraktionsvorsitzende der Stadt Oerlinghausen (Kreis Lippe), Frank Böning, in einem WDR-Fernsehbeitrag des Besuchs auf dem Pro-NRW-Programmparteitag in Leverkusen „überführt“.

Offenbar wurden  alle vom WDR aufgenommenen Bilder der Parteitagsteilnehmer ausgewertet und nach „verdächtigen Personen“ überprüft. Soviel zum journalistischen Ethos des Westdeutschen Rundfunkes, der bekanntlich auch treffend als „Rotfunk“ charakterisiert wird.

Bereits Mitte letzter Woche hatte ein weiterer CDU-Funktionär aus NRW (Kreis Mettmann) für Schlagzeilen gesorgt: Friedrich-Wilhelm Siebeke, der Sprecher der CDU-Initiative „Linkstrend stoppen“, hatte einen offenen Brief des Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht beantwortet und dabei wörtlich festgestellt: „In unseren Grundüberzeugungen sind wir weitgehend deckungsgleich“. Auch daraufhin gab es umgehend empörte Reaktionen seitens des linken politischen Mainstreams in NRW.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Reaktionen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann“, so der Pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht zu den Ereignissen. „Schließlich sollte es eine demokratische Selbstverständlichkeit sein, auch mit dem politischen Mitbewerber den Dialog zu suchen oder sich auf dessen Veranstaltungen aus erster Hand zu informieren. Nicht in jedem Fall muss dies ja einen Wechsel der entsprechenden Personen von der CDU zu Pro NRW zur Folge haben.

Wir freuen uns natürlich immer über kompetente Verstärkungen wie z. B. den langjährigen Ehrenfelder CDU-Vorsitzenden Jörg Uckermann oder den ehemaligen Siegener JU- und RCDS-Chef Gereon Breuer. Genauso wichtig ist es aber, mit den verbliebenen Wertkonservativen innerhalb der CDU im Gespräch zu bleiben, um gemeinsam Möglichkeiten zum Stopp des Linkstrends in Nordrhein-Westfalen zu suchen. Wir rechte Demokraten, egal ob bei der Bürgerbewegung pro NRW oder noch in der CDU, haben eine moralische Verpflichtung dazu!

Im Übrigen müsste eine Stimmabgabe für Pro NRW am 9. Mai auch im Sinne der verblieben patriotisch gesinnten Mitglieder in der NRW-CDU sein. Denn nur durch einen solchen Denkzettel kann die Rüttgers- und Laschet-CDU gezwungen werden, wieder einen anderen Kurs einzuschlagen. Bereits die aktuellen Probleme mit ‚Rechtsabweichlern‘ in den eigenen Reihen und deren diversen Kontaktaufnahmen zu Pro NRW haben den Integrationsminister Laschet dazu gebracht, kurz vor der Wahl rhetorisch ‚rechts zu blinken‘. Ausgerechnet der notorische Multikulti-Fetischist und Linksausleger Laschet hat nun erklärt, dass in der nächsten Legislaturperiode in Nordrhein-Westfalen der ‚Kampf gegen den Linksextremismus‘ verstärkt werden müsste.

Was käme da wohl künftig ins Rutschen, wenn auf Kosten der CDU plötzlich eine rechtsdemokratische Partei in den nächsten NRW-Landtag einziehen würde?“