Aktuelles / Donnerstag, 3.Februar.2011

Menschenrechte dürfen nicht der Scharia untergeordnet werden

In Deutschland wird wieder über ein Burka-Verbot diskutiert. Das ist gut so, findet Judith Wolter (Pro NRW): „Der Koran legitimiert die Unterdrückung der Frauen. Die Verschleierung ist das Symbol für diese Unterdrückung. Die Anthropologin Chahdortt Djavann hat die Verschleierung zu Recht mit dem Judenstern verglichen. Gerade weil die Burka kein Glaubenssymbol ist, sondern ein Zeichen der Erniedrigung, ist es längst überfällig, dass auch Nordrhein-Westfalen endlich ein Burka-Verbot ausspricht.“

Judith Wolter

Erneuter Anlass der Verbotsdebatte war ein Fall im Frankfurter Bürgeramt, wo eine Frau in Vollverschleierung ihren Dienst antreten wollte. Die hessische Landesregierung kündigte indes ein Burka-Verbot für die Bediensteten des Landes an. Der Schleier könnte als Zeichen einer Haltung gegen die Werte der westlichen Welt verstanden werden, heißt es in der Begründung. Auch Niedersachsen prüft derweil, eine entsprechende Kleiderordnung zu verabschieden. Dass das Problem nur marginal sei, so Judith Wolter, könne nicht entscheidend für ein solches Verbot sein:

„Bei Menschenwürde kann es keine Ausnahmen geben. Es ist zynisch, wenn sich die politisch korrekten Gutmenschen darauf rausreden wollen, dass die Verletzung der Menschenwürde unproblematisch ist, wenn das nur ein paar Fälle betrifft. Die Vollverschleierung ist nämlich ein Zwangsmittel zur Erniedrigung der Frauen, das deshalb nicht nur für öffentliche Bedienstete verboten werden sollte, sondern im öffentlichen Raum überhaupt nichts zu suchen hat. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Menschenrechte in Deutschland der Scharia untergeordnet werden.“