Markus Beisicht: Warum schauten die Behörden dem Protzleben und kriminellen Treiben der Leverkusener Großfamilie jahrelang tatenlos zu?
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Markus Beisicht: Warum schauten die Behörden dem Protzleben und kriminellen Treiben der Leverkusener Großfamilie jahrelang tatenlos zu?

Angehörige der stadtbekannten Leverkusener Großfamilie posieren in sozialen
Netzwerken in teuren Luxusautos, tragen mindestens Gucci-Kleidung und schwere
Rolex Uhren am Handgelenk. Der Name der Familie ist allen Behörden in
Leverkusen und im gesamten Rheinland bekannt. Aber warum hat man den Roma-
Familien-Clan solange unbehelligt Straftaten begehen lassen?
Unglaublicher Weise hat der Clan allein bei der Stadt Leverkusen Sozialleistungen in
Höhe von 600.000 Euro bezogen.

Zu dem Kuschelkurs der Stadt Leverkusen gegenüber den Machenschaften der
Großfamilie erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende und Leverkusener Stadtrat
Markus Beisicht:

Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Die Behörden in Leverkusen haben jahrelang bei den Machenschaften der
Großfamilie – aus welchen Gründen auch immer – die Augen zugedrückt. Man wollte
sich mit den Angehörigen der Großfamilie nicht anlegen. So konnte es passieren,
dass Familienmitglieder Mietzahlungen erhielten und dabei zugleich in der eigenen
Luxus-Villa wohnten, die sie mit dem durch Straftaten erbeuteten Geld aufwendig
umbauten. Offensichtlich standen in Leverkusen Bauaufsichtsamt und Sozialamt
nicht in Kontakt, sonst hätte man gewusst, wem das gestürmte Luxusobjekt gehört.
Auch beim JobCenter Leverkusen hat man blauäugig den Angaben der Clan-
Mitglieder vertraut und auf Überprüfungen verzichtet. So konnten viele Angehörige
der Großfamilie in Saus und Braus leben und zugleich fleißig Hartz-4-Leistungen
kassieren. Zudem zahlte die Stadt Leverkusen Vermietern Geld, wenn sie Wohnraum
für den Clan bereitstellten.
Dabei machten die Clan-Mitglieder keinen Hehl aus ihrem unrechtsmäßigen
Wohlstand. Viele Clan-Angehörige zeigten sich im Internet bei wilden Champagner-
Feiern, beim Hummer-Essen mit der weit verzweigten Verwandtschaft und mit
schweren Goldketten und Rolex-Uhren an den Handgelenken der Kinder. Zugleich
kassierte aber ein Großteil der Familie Sozialleistungen. So kassiert ein heute 42-
jähriges Clan-Mitglied seit Jahren Sozialleistungen und gleichzeitig schenkte er
seinem Sohn zum 18. Geburtstag einen Mercedes im Wert von über 195.000 Euro.
Und das Sozialamt der Stadt Leverkusen merkt von allem nichts.
Der jahrelange Kuschelkurs der Stadt Leverkusen gegenüber den Angehörigen der
Großfamilie war letztendlich fatal. Wie bereits erwähnt, konnten sich die Clan-
Angehörigen insgesamt 600.000 Euro Sozialleistungen vom Leverkusener
Steuerzahler erschleichen. Dieses Geld wird sicher nicht zurückgezahlt werden.
Ich fordere vom Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath und seiner
Stadtverwaltung Auskunft darüber, warum die Behörden dem hemmungslosen
Protzleben der Leverkusener Großfamilie jahrelang zugeschaut haben ohne
Maßnahmen zu ergreifen.“

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