Aktuelles, Regional / Dienstag, 20.Oktober.2015

Leverkusen: Vom Regen in die Traufe

Heute hat einer der unbeliebtesten Oberbürgermeister von Leverkusen, der abgewählte CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, seinen letzten Amtstag. Morgen wird er vom farblosen Uwe Richrath (SPD) abgelöst werden.

Der Amtsbeginn von Richrath steht unter keinem guten Stern. So spielte sich Richrath medienwirksam in der Art eines Laienschauspielers als Opfer rechter Pöbler auf. Ihm sei etwas ganz schlimmes im Wahlkampf widerfahren. Ein Bürger habe sich gegen seine Behauptung gewehrt, er sei für seinen Protest gegen eine geplante Asylbewerberunterkunft in Containerbauweise auf der Felderstraße in Rheindorf von rechten Parteien gekauft worden. Der Bürger hat offensichtlich Richrath an einem SPD-Infostand angetroffen und hat gegen diese stigmatisierende Falschdarstellung Widerspruch erhoben. So etwas kann natürlich nicht akzeptiert werden.

Richrath duldet keinen Widerspruch und schon gar keine Kritik an seinen Aussagen. Er erklärte, ich bin von Hause Handballer und somit an engen Körperkontakt gewöhnt, er lasse, wenn es darum geht, seine Meinung gegen rechte Parolen zu verteidigen, sich nicht zurückdrängen. Die Medien stellten aus diesem Streitgespräch einen Zusammenhang mit dem Attentat auf die neu gewählte Kölner Oberbürgermeisterin Reker her. Nicht nur in Köln gäbe es verbale und tätliche Angriffe auf engagierte Kommunalpolitiker. Auch der aus dem Amt gejagte Oberbürgermeister Buchhorn berichtet weinerlich, dass er verbal von Leverkusener Bürgern wegen seiner Flüchtlingspolitik attackiert worden sei. Was ihn aber besonders stutzig mache, sei, dass ein Beisicht acht Prozent kriege.

Offenbar hat das Ergebnis der Leverkusener Oberbürgermeisterwahl sowohl beim scheidenden als auch beim neuen Oberbürgermeister tiefe Spuren hinterlassen. Der Einstand von Richrath lässt jedenfalls wenig Gutes erwarten. Die Stadt taumelt finanziell dem Abgrund entgegen und der neue Oberbürgermeister meint, sich über kritische Fragen von Bürgern ereifern zu müssen.

Leverkusen hat offensichtlich kein Glück bei der Wahl seiner Oberbürgermeister.

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