Leverkusen: Stadtverwaltung blamiert sich mit städtischem Flyer zur Öffnung der Deponie!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Mittwoch, 24.Januar.2018

Leverkusen: Stadtverwaltung blamiert sich mit städtischem Flyer zur Öffnung der Deponie!

Auf Druck der Anwohner erstellte die Leverkusener Stadtverwaltung einen Notfallplan
sowie einen Flyer für die betroffenen Bürger, die in allen direkt betroffenen
Wohngebieten rund um die Bayer-Giftmülldeponie verteilt wurden.
Hierdurch sollte sichergestellt werden, dass bei einem möglichen größeren
Katastrophenfall durch die Öffnung der Deponie die Anwohner sowie die betroffenen
Schulen, Kitas und das St. Joseph Krankenhaus vernünftig geschützt werden
können, wenn bei der Öffnung der Bayer-Giftmülldeponie für das große Regen-
Rückhaltebecken der A1 sich gefährliche Katastrophenszenarien entwickeln.

Der von der Stadt erstellte Flyer erwies sich jedoch mehr als peinlich: Der Flyer
besteht im Kern aus einigen lapidaren Worten mit dem Hinweis folgende Nummer
anzurufen: 0214 / 4061212!
Eine vernünftige Aufklärung der Anwohner über mögliche Gefahren erfolgte gerade
nicht. Das interne Sicherheitskonzept von Straßen NRW, welches für die Arbeiter auf
der Baustelle erstellt worden ist, umfasst dagegen fast 30 Seiten und gibt detailliert
vor, was bei einem Unglücks-/Katastrophenfall zu tun ist. Auch die vom Gesetzgeber
vorgeschlagenen externen Sicherheitskonzepte zum Schutz unserer Bürger sind
ebenfalls deutlich exakter und damit weitaus hilfreicher.

Mit dem verteilten Flyer hat sich die Leverkusener Stadtverwaltung unter dem
Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) ein „ungenügend“ verdient. Die Bürger
können nur hoffen, dass bei Öffnung der Deponie tatsächlich nichts passiert!

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