Regional / Dienstag, 9.Juni.2015

Leverkusen: Stadt droht Asyl-Kollaps!

Die Stadtverwaltung Leverkusen hat die neusten Pläne für die Unterbringung von Asylbewerbern bekanntgegeben. Im Mittelpunkt der neusten Planungen steht dabei die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes Nordrhein-Westfalen.

In der gestern verschickten Vorlage 2015/0600 werden die neusten Vorhaben mitgeteilt. Die Vorlage offenbart aber ebenso, wie die Stadtverwaltung versucht, das gesamte Ausmaß bei der Unterbringung von Asylbewerbern zu verschleiern.

Vom März auf April stieg die Zahl der unterzubringenden Asylbewerber von 2.194 auf 2.419. Mittlerweile sind fast 60 Prozent männlich. Aber nicht dies ist nicht das einzige Interessante an dieser Verwaltungsvorlage.

Unzählige neue Standorte werden neben der ZUE geplant. Insgesamt sollen hier bis zu 1.500 Personen zusätzlich zu den bisherigen 2.400 Personen untergebracht werden. Folgende Maßnahmen sind geplant:

Prüfung zur Errichtung von Asylunterkünften

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[su_spoiler title=“Wohnungsbau durch Dritte“ style=“fancy“]
1. Bohnenkampsweg (Bürrig)
2. Am Kettnersbusch (Opladen)
3. Haberstraße (Wiesdorf) [/su_spoiler][/su_accordion]

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[su_spoiler title=“Containerstandorte“ style=“fancy“]
4. Hardenbergstraße (Küppersteg)
5. Merziger Straße (Schlebusch)
6. Heinrich-Claes-Straße (ehemaliger Sportplatz) (Küppersteg)
7. Wiebertshof (Steinbüchel)
8. Am Nonnenbruch (Quettingen)
9. Kolberger Straße (Quettingen)[/su_spoiler][/su_accordion]

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[su_spoiler title=“Größere Anmietung“ style=“fancy“]
10. Von-Ketteler-Straße (Bürrig)[/su_spoiler][/su_accordion]

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[su_spoiler title=“Kleinere Anmietung“ style=“fancy“]
11. Görlitzer Straße (Quettingen)[/su_spoiler][/su_accordion]

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[su_spoiler title=“Zusätzliche Containerstandorte“ style=“fancy“]
12. Dohrgasse (Lützenkirchen, für ca. 90 Personen)
13. Hardenbergstraße (Küppersteg, bis zu 90 Personen)
14. Am Weidenbusch/Neukronenberger Straße (Quettingen, für ca. 90 Personen)
15. Merziger Straße (Schlebusch, für ca. 90 Personen)
16. Heinrich-Claes-Straße (Küppersteg, für ca. 90 Personen)[/su_spoiler][/su_accordion]

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[su_spoiler title=“Zusätzliche Notunterkünfte“ style=“fancy“]
17. Düsseldorfer Straße 54 (Opladen, für ca. 30 Personen)
18. Görresstraße 11 (Klassenräume) (Küppersteg, für ca. 80 Personen)
19. Geschwister-Scholl-Straße 2 u. 2A (Alkenrath, Anzahl in Prüfung)[/su_spoiler][/su_accordion]

Neben diesen 19 Maßnahmen sind weitere fünf Containerstandorte sowie die ZUE geplant. Insgesamt also 25 Maßnahmen für die Unterbringung von Asylbewerbern in Leverkusen.

Beisicht_MTÜ_neu„Bei den geplanten Vorhaben kann niemand bei der Stadtverwaltung davon ausgehen, dass es nur bei 900 zusätzlichen Asylbewerbern bleibt, die wir unterzubringen haben“, äußert sich der PRO-NRW-OB-Kandidat Markus Beisicht.

„Es wird allerdings sehr deutlich, wie sehr die Stadtverwaltung bei der Asylpolitik versagt hat. Seit nunmehr sieben Jahren steigen die Zahlen der Asylbewerber an. In dieser Zeit wäre es ohne Probleme möglich gewesen, sich auf die zu erwartende Zahl der Asylbewerber einzustellen. Stattdessen hat man sich lieber mit überteuerten und überdimensionalen Prestigeprojekten wie der Neuen Bahnstadt Opladen befasst. Spätestens seit Sommer 2012 hätte die Stadtverwaltung die Entwicklung der Asylbewerberzahlen erahnen können und sie ist dennoch untätig geblieben.

Die Sportvereine in Leverkusen, deren Turnhallen beschlagnahmt worden sind, können sich bei Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) bedanken. Die Eigentümer von Immobilien, die nun an Wert verlieren werden, dürfen sich bei OB Buchhorn bedanken. Und auch die Menschen, die auf eine Sozialwohnung angewiesen sind und keine erhalten, dürfen sich bei OB Buchhorn für das Festhalten am Leverkusener Modell bedanken. Leverkusen steuert auf ungemütliche Zeiten zu. Ich hoffe, dass diese Zeiten am 13. September endlich ein Ende haben“, so der Leverkusener Rechtsanwalt Beisicht abschließend.

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