Aktuelles, Regional / Donnerstag, 26.November.2015

Leverkusen: PRO NRW kündigt Kampagne gegen geplantes Asylbewerber-Ghetto in Opladen an

Ohne die Anwohner vorab zu informieren, plant der neue Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath, mit einem privaten Investor im Gewerbegebiet Stauffenbergstraße eine Mega-Asylbewerberunterkunft für wenigstens 800 Asylsuchende zu errichten.

Im Sozial- sowie im Bau- und Planungsausschuß wurde das Vorhaben schon gegen die Stimmen von PRO NRW beschlossen. Richrath hatte im OB-Wahlkampf mehr Bürgernähe und mehr Transparenz versprochen. Nach seinem Amtsantritt kümmern ihn seine Versprechungen aus dem Wahlkampf wenig. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es jedenfalls seitens der Stadtverwaltung Leverkusen nicht eine einzige Information für die Anwohner.

Das nun in Angriff genommene Projekt stellt sich als Schildbürgerstreich dar. Das Gelände dürfte für 800 Asylsuchende zu klein sein. Der Parkplatz für den benachbarten EDEKA-Markt ist schon jetzt sehr knapp bemessen – zu Stoßzeiten wird das besagte Gelände mit benutzt. Das Umfeld der geplanten Unterkunft ist schon heute nicht das beste. Auf der Straße „Zur Alten Fabrik“ wird Gewerbemüll eines Einzelhändlers gelagert, der teilweise bis in den Grünzug zwischen Pommernstraße und Lützenkirchener Straße fliegt. Auf eben diesem Grünzug wird oftmals gedealt. Dies ist polizeibekannt. Desweiteren finden dort nahezu an jedem Abend Saufgelage mit entsprechender Lautstärke stark. In ein solches Umfeld will nun OB Richrath noch zusätzlich 800 Asylbewerber verpflanzen.

PRO NRW wird noch in der nächsten Woche die Anwohner über ihre neuen Nachbarn und das geplante Objekt aufklären.

Hierzu erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende und Leverkusener Stadtrat Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Wenn die Leverkusener Stadtverwaltung versucht, ohne jede Beteiligung der Bürger dreist Fakten zu schaffen, wird der politische Widerstand zur Pflicht. Es kann nicht hingenommen werden, daß die Bürger über solche gravierenden Entscheidungen nicht einmal angemesseb informiert werden und statt dessen vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das Gebiet Pommernstraße verträgt sicherlich keine 800 Asylbewerber. Sollte Richrath sein Wunschprojekt umsetzen, drohen zukünftig in Opladen Ghettobildung, Vermüllung, soziale Spannungen und eine ausufernde Kriminalität. PRO NRW wird sich jedenfalls an die Spitze des Anwohnerprotestes stellen.“

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