Aktuelles / Freitag, 26.Oktober.2012

Leverkusen: Neue Attraktion für Problemstadtteil Opladen

Direkt gegenüber dem Pro NRW-Fraktionsbüro soll am 1. Dezember 2012ein Schwulenbordell in Gestalt eines „Haus auf Boys“ eröffnet werden. Dort könne man Boys „mieten“, die dort selbstständig arbeiten, heißt es in Vorankündigungen. Für das, was dann folgt, stehen Zimmer oder Séparées zur Verfügung, im Keller ein Whirlpool und ein Andreaskreuz – ein Sado-Maso-Möbelstück, an das man sich fesseln kann.

Diese einschlägige Bar darf nun Opladen bereichern. Zumal die Stadt gerade daran arbeitet, Opladen zu attraktiveren und insbesondere Studenten und junge Familien anziehen möchte. Bezirksvorsteher Rainer Schiefer (CDU) ist über die neue Attraktion in Opladen nicht glücklich. Er meint, ein solches Etablissement gehöre nicht in die Stadt, das sei total daneben. Das Ordnungsamt müsse prüfen, ob das nicht noch abgelehnt werden könne. Wenn das keine Homophobie ist, Herr Schiefer!

Pro NRW betrachtet die Angelegenheit im Übrigen betont sachlich. Die Altparteien haben den Stadtteil Opladen in den letzten Jahrzehnten regelrecht vor die Hunde gehen lassen. Die Opladener Fußgängerzone ist völlig ausgeblutet und wird im Regelfall geprägt von Ramschläden. In der Fußgängerzone selbst versammeln sich schon am frühen Morgen teilweise betrunkene Obdachlose und Stadtstreicher mit diversen Bierflaschen und prägen hierdurch das Stadtbild. Das Gejammer von Schiefer über die Errichtung eines Schwulenbordells ist daher völlig scheinheilig und peinlich. Die Altparteien haben die katastrophalen Zustände in Opladen zu verantworten. Die Zustände werden sich letztendlich nur ändern, wenn die Bürger, CDU, SPD und Co. die rote Karte zeigen.