Aktuelles / Donnerstag, 30.Dezember.2010

Leverkusen: Langsame Auszehrung

In Leverkusen dominieren die Extreme. Auf der einen Seite verantworten die regierenden Altparteien Rekordschulden und damit eine zunehmende Handlungsunfähigkeit der Stadt. Auf der anderen Seite konstatiert der aktuelle Wohnungsmarktbericht 2010 die langsame Auszehrung der Stadt. Zwar fiel die Bevölkerungszahl im Gegensatz zum letzten Jahr kaum, wie der 53seitige Bericht beruhigt – aber der Trend ist ungebrochen: immer weniger Geburten, immer weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Leistungsträger kehren Leverkusen nach wie vor den Rücken.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

In den letzten zehn Jahren haben insgesamt 1.179 Bürger mit deutschem Pass Leverkusen den Rücken gekehrt, während 4.202 Bürger mit ausländischem Pass hinzugekommen sind. „Deutsche fliehen aus der Stadt, Migranten nehmen ihren Platz ein“, so das Fazit des Pro-NRW-Fraktionsvorsitzenden im Leverkusener Stadtrat, Markus Beisicht. Dabei sei noch nicht einmal eingerechnet, so Beisicht, wie viele „Menschen mit Migrationshintergrund“ dazu kämen.

„Die jüngsten Anschläge in Kopenhagen haben leider wieder einmal gezeigt, dass der Einbürgerungswahn, den man in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat, um in Sachen Multi-Kulti vollendete Tatsachen zu schaffen, nun empfindlich mit der Wirklichkeit kollidiert. Die islamistischen Terroristen in Kopenhagen waren jetzt vor allem wieder einmal eingebürgerte Muslime. Insofern halten wir eine differenzierte Statistik für notwendig, um die gesellschaftspolitische Lage und die Gefahren durch Islamisten in Leverkusen vernünftig einschätzen zu können. Meine Fraktion wird deshalb bei der Verwaltung die entsprechenden Ergebungen abfragen“, erklärte Beisicht.