Leverkusen: In der gestrigen Stadtratssitzung kritisierte der PRO NRW- Vorsitzende Beisicht scharf die Wahl des CDU-Fraktionsvorsitzenden Eimermacher zum EVL-Chef!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Dienstag, 10.Juli.2018

Leverkusen: In der gestrigen Stadtratssitzung kritisierte der PRO NRW- Vorsitzende Beisicht scharf die Wahl des CDU-Fraktionsvorsitzenden Eimermacher zum EVL-Chef!

Thomas Eimermacher

Der blasse CDU-Funktionär Thomas Eimermacher ist gestern zum neuen
kaufmännischen Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen gewählt
worden. Der 55-jährige Kommunalpolitiker übernimmt den mit fast 260.000 Euro im
Jahr gut dotierten Posten zum Jahresende von Rolf Menzel. Mit seinem Vorgänger
hat Eimermacher das CDU-Parteibuch gemeinsam.
Die Altparteien hatten offensichtlich in einem Deal vorab abgesprochen, dass
Eimermacher mit dem lukrativen Posten des kaufmännischen Geschäftsführers der
EVL versorgt werden soll. Es wurde zwar formal noch ein ausführliches
Bewerbungsverfahren durchgeführt. Aber das Ergebnis stand wohl schon vor Beginn
der Ausschreibung fest.
Wieder einmal zeigt sich, dass in Leverkusen das richtige Parteibuch offensichtlich
wichtiger ist als berufliche Qualifikationen und Leistungen.

Der PRO NRW-Parteivorsitzende Beisicht kritisierte in der Debatte mit scharfen
Worten den Klüngel-Deal der Altparteien und verglich Eimermacher mit dem
umstrittenen ehemaligen Kölner SPD-Fraktionsvorsitzenden Börschel. Auch dieser
sollte bekanntlich bei den Stadtwerken Köln lukrativ versorgt werden.

Anlässlich des Redebeitrages von Beisicht kam es teilweise zu tumultartigen
Szenen. Offenbar gefiel den Altparteien die Aussprache über das peinliche Thema
nicht. Beisicht beantragte dann geheime Abstimmung hinsichtlich der Wahl von
Eimermacher. In geheimer Wahl wurden dann auch einige seiner Ratskollegen
mutiger. Es gab überraschenderweise 15 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen.
Lediglich 27 Ratsmitglieder stimmten für Eimermacher, der also mit einem
außerordentlich bescheidenen Ergebnis gewählt wurde.

Zur Wahl von Eimermacher zum EVL-Chef erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende
und Leverkusener Stadtrat Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Die gestrige Wahl von Eimermacher dürfte mal wieder das Ergebnis einer
Absprache der Altparteien sein. CDU und SPD dürften ein Personalpaket geschnürt haben und Eimermacher selbst hat dann als Fraktionsvorsitzender der größten Leverkusener Ratsfraktion an seiner eigenen Bestellung noch kräftig mitarbeiten dürfen. Die Sache hat wirklich ein übles Geschmäckle und es börschelt offensichtlich in Leverkusen.
Eine Auswahl deren Ergebnis dank einer Personalabsprache der Altparteien von
vornherein feststeht, schadet unserer Demokratie. Die gesetzlich vorgeschriebene
Form wird lediglich nach außen eingehalten, aber das Ergebnis stand von vornherein fest. Andere Bewerber hätten sich eigentlich ihre Bewerbung schenken können.  Wieder einmal zeigt sich, dass viele Politfunktionäre der Altparteien ein
kommunalpolitisches Engagement primär als Schlüssel zur Lösung der eigenen
sozialen Frage auf Kosten unserer Steuerzahler verstehen. Es muss Aufgabe aller
Demokraten sein, den Einfluss der Parteien auf die Stadtverwaltung zurückzudrängen.

Leistung und Qualifikation eines Bewerbers müssen entscheidend sein, nicht dessen Parteibuch!“

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,