Regional / Donnerstag, 2.April.2015

Leverkusen: Hundesteuer abschaffen!

Die Hundesteuer hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Preußen führte diese damals als Luxussteuer ein. Zur damaligen Zeit haben Hunde als Luxusgut gegolten und sind aus diesem Grunde besteuert worden. Während Steuern auf Klaviere, Pferde oder Stubenvögel aus dem 19. Jahrhundert mittlerweile abgeschafft worden sind, hat die Hundesteuer bis heute noch Bestand.

Hunde sind die einzigen Haustiere, für deren Haltung eine Steuer erhoben wird. Katzen, Kleintiere oder exotische und teilweise gefährliche Tiere wie Skorpione, Schlangen oder Spinnen werden nicht besteuert. Dies stellt eine Ungerechtigkeit gegenüber Hundebesitzern dar, die abgeschafft gehört.

Zudem wird Tieren seit 1990 durch den §90a BGB ein besonderer Status zugebilligt. Durch die Besteuerung für Hunde werden diese für Städte und Gemeinden eher als Einkommensquelle betrachtet und dadurch der besondere Status ad absurdum geführt.

Einige Kommunen in Deutschland haben die Hundesteuer auch schon wieder beschafft. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Eschorn im Nordwesten von Frankfurt am Main, die 1999 keine Steuer mehr für Hunde erhebt. Leverkusen sollte diesem Beispiel folgen und in Zeiten von Rekordbelastungen für die Bürger für etwas Entlastung sorgen.

Aus diesem Grund fordert die Ratsgruppe der Bürgerbewegung PRO NRW im Rat der Stadt Leverkusen die Abschaffung dieser ungerechten und veralteten Besteuerung.

kutzner1-198x300„Hunde sind des Menschen bester Freund heißt es so schön im Volksmund. Für viele Hundebesitzer sind sie keine Haustiere, sondern ein Bestandteil der Familie. Diese herausragende Stellung sollten wir Respekt zollen und die Hundesteuer schnellstmöglich abschaffen“, meint die PRO-NRW-Ratsfrau und Leverkusener Kreisvorsitzende Susanne Kutzner.

„Viele Kommunen benutzen die Hundesteuer als Einnahmequelle und nicht als Steuerungselement. Unsere arbeitende Bevölkerung wird schon stark genug durch die verfehlte Finanzpolitik der Altparteien belastet. Es ist an der Zeit, dass die Bürger entlastet werden und das so ein wenig Gerechtigkeit hergestellt wird.“

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