Regional / Freitag, 30.Oktober.2015

Leverkusen: Folgen des Asyl-Tsunamis werden immer schlimmer!

Bisher hat die Stadt Leverkusen immer wieder großmäulig verkünden lassen, dass man es vermeiden will, Asylbewerber in Sport- oder Turnhallen unterzubringen. Die Wahrheit sieht mal wieder ganz anders aus. Die Zahl der neu ankommenden Asylbewerber sei im Oktober so rasant angestiegen, dass die Stadtverwaltung nunmehr von einer krisenhaften Zuspitzung der Lage redet.

Bis Jahresende werden pro Woche ca. 100 weitere Personen in Leverkusen erwartet, die allesamt auf Kosten unserer Steuerzahler alimentiert und untergebracht werden müssen. Entgegen den Verlautbarungen der Stadtverwaltung kommt nach wie vor ein Großteil der ankommenden Asylbewerber gerade nicht aus Syrien, sondern aus sicheren Drittstaaten. Nun hat der neue Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) für die kommende Ratssitzung am Montag eine neue Vorlage erstellen lassen.

Danach soll die Sporthalle an der Heinrich-Brüning-Straße von der übernächsten Woche an mit bis zu 400 Asylbewerbern belegt werden. Auch die Villa Schürner an der Böcklerstraße in Opladen soll durch die Stadt angemietet und mit 50 Asylbewerbern belegt werden. Und auch auf die Sporthalle an der Wuppertalstraße in Bergisch Neukirchen soll wieder zurückgegriffen werden.

Die Sporthalle, in der schon im Frühsommer Asylbewerber untergebracht waren, könnte erneut 100 Personen aufnehmen. Sozialdezernent Markus Märtens (CDU) meint sogar, dass man in der Sporthalle in Bergisch Neukirchen bei einer Verbesserung der Fluchtwege insgesamt 175 Schlafstellen erschaffen kann. Auch Bergisch Neukirchen kann sich daher auf neue Nachbarn im Zuge der Willkommenskultur freuen.

Aus dem Schulgebäude an der Görresstraße neben der Stelzenautobahn in Küppersteg soll eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW werden. Die Arbeiterwohlfahrt wird dann gut alimentiert bis zu 600 Asylbewerber betreuen. Und im nächsten Jahr soll dann die zentrale Unterbringung an der Solinger Straße in Rheindorf fertig sein. Dann wird Rheindorf mit weiteren 1.200 Asylbewerbern beglückt werden.

Beisicht_MTÜ_polaroidZum Asyl-Chaos in Leverkusen erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende und Leverkusener Stadtrat Markus Beisicht:

„Die etablierte Politik hat in Leverkusen ein regelrechtes Asyl-Chaos verursacht. Schulen werden geschlossen und zu Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber umfunktioniert. Des weiteren werden, entgegen den vollmundigen Versprechungen von Neu-OB Richrath, sehr wohl Turnhallen und Sporthallen für die Unterbringung von Asylbewerbern zweckentfremdet.

Leverkusen kann keine weiteren Asylbewerber mehr aufnehmen. Stattdessen sollte die Stadtverwaltung endlich einmal darüber nachdenken, die ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber schnellstmöglich außer Landes zu schaffen. Leverkusen wird sich zukünftig auf neue ethnische Konflikte sowie viele neue Sozialhilfeempfänger einstellen müssen.

Im Stadtrat hat bislang immer nur PRO NRW die Zustimmung zu den geplanten Asylbewerberunterkünften verweigert. Wir brauchen schnellstmöglich einen radikalen Kurswechsel in der Asylpolitik. Ansonsten droht der Stadt Leverkusen der finanzielle Offenbarungseid.

Wir werden in den nächsten Wochen in der Stadt die Anwohner über die geplanten neuen Asylbewerberunterkünfte unterrichten und diverse Bürgerversammlungen durchführen, um den Widerstand gegen die verhängnisvolle städtische Asylpolitik zu stärken.“

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