Aktuelles / Mittwoch, 27.Juni.2012

Leverkusen: Einbrüche und Raubüberfälle gehören offenbar zum Alltag!

Wer das Fotofachgeschäft Greiss in der Breidenbachstrasse in Leverkusen-Wiesdorf in den letzten Tagen aufsuchen wollte, stand vor verschlossenen Türen.

Während sich auf dem ersten Blick die Passanten nur über das geschlossene Geschäft wunderten, waren sie umso entsetzter, als sie die Begründungen für den geschlossenen Laden auf mehreren Aushängen hinter der Fensterscheibe sahen:

„Wegen Anschlag auf unsere Firma mit Verletzung zur Zeit geschlossen.“

Berichtet wurde von einem schweren Raubüberfall am 11.06.2012, bei dem der Inhaber schwer verletzt wurde und sich diversen Operationen unterziehen musste.

Die Lokalpresse hatte diese Gewalttat mal wieder unterschlagen. Allein im Jahr 2011 kam es zu vier Überfällen mit erheblichen Körperverletzungen. Jedes Mal musste das Geschäft für einige Zeit geschlossen werden. Weiter wird berichtet, dass vor zwei Jahren noch eine Doppelstreife der Polizei regelmäßig ihre Kontrollgänge durchgeführt hat. Darüber hinaus gab es auch noch die Citystreife. Die Straßenbeleuchtung wurde ebenfalls gedrosselt. Von städtischer Seite sei keine Hilfe zu erwarten. Von dort kam nur der lapidare Hinweis, dass die Händler sich selber helfen müssen –was auch immer dies zu bedeuten hat.

Zur Kriminalitätsentwicklung in Wiesdorf erklärt der PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Markus Beisicht

„In Wiesdorf ist allgemein bekannt, dass die Breidenbachstrasse ein Kriminalitätsbrennpunkt ist. Trotzdem erscheinen Polizei und Ordnungsbehörden mit der Kriminalitätsbekämpfung überfordert. Die Polizei ist mangels Personalknappheit nicht mehr in der Lage ausreichend auf Streife zu gehen und die Leverkusener Stadtverwaltung bagatellisiert die vorhandenen Probleme.

Wiesdorf hat sich zu einem der unsichersten Stadtteile in Nordrhein-Westfalen entwickelt. In kaum einen anderen Stadtteil wird so oft eingebrochen.

Für das verständliche Sicherheitsbedürfnis der Bürger wird aber nichts getan: Man kapituliert vor Gewalt, Kriminalität und der Drogenszene.

Hier muss entschieden gegengesteuert werden. Wir brauchen eine massive Polizeipräsenz in Wiesdorf. Zudem sollte ein städtischer Ordnungsdienst zusätzlich für Recht und Ordnung sorgen.“