Regional / Montag, 20.Juli.2015

Leverkusen: Demonstration in Rheindorf angemeldet

Die Bürgerbewegung PRO NRW hat für den 5. September eine große Demonstration in Leverkusen-Rheindorf angemeldet. Im Stadtteil sollen gleich drei Asylunterkünfte entstehen, unter anderem eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW für mindestens 800 Personen.

Unter dem Motto „Asylwelle stoppen – Kein Großasyl nach Rheindorf – Jetzt hilft nur noch Markus Beisicht“ wird die Demonstration den Höhepunkt des Oberbürgermeisterwahlkampfs bilden. Beginn der Demonstration ist 14.00 Uhr. Die Auftaktkundgebung wird an der Felderstraße stattfinden. Anschließend wird es einen Demonstrationszug durch Rheindorf geben. Abschlusskundgebung wird dann die Solinger Straße sein. Hier soll dann die Erstaufnahmeeinrichtung entstehen.

[su_box title=“Hintergrund“]Hintergrund: Der Leverkusener Stadtrat hat gestern gegen den erbitterten Widerstand von PRO NRW beschlossen, dass an der Solinger Straße in Rheindorf eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW für 1.000 Asylbewerber errichtet werden soll. Das Mega-Projekt soll auf einem 78.000 qm großen Grundstück inmitten eines Wasserschutzgebietes, das die Stadt dem BAYER-Konzern abkaufen wird, errichtet werden.

In der sehr lebhaft und emotional geführten Ratsdebatte sprachen sich einzig die beiden PRO-NRW-Vertreter, Susanne Kutzner und Markus Beisicht, gegen die Errichtung der Erstaufnahmeeinrichtung aus. Rheindorf darf nunmehr insgesamt mit dem zentralen Unterbringungsheim sowie der geplanten Container-Siedlung an der Felder Straße und einem zusätzlichen Objekt, das die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) in der Memelstraße zur Verfügung stellt, insgesamt fast 1.300 zusätzliche Asylbewerber aufnehmen. Die Stadt meint offenbar, dass Rheindorf die Hauptlasten für eine verfehlte städtische Asylpolitik zu tragen hat.[/su_box]

 

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