Regional / Freitag, 12.Juni.2015

Leverkusen: CDU-Ratsherr kritisiert Bau der Erstaufnahmeeinrichtung

In Teilen der ansonsten kreuzbraven und stets politisch korrekten Leverkusener CDU fängt es an zu brodeln. So kritisiert der Rheindorfer CDU-Stadtrat Rüdiger Scholz, dass Oberbürgermeister Buchhorn ausgerechnet ein Feld an der Solinger Straße in Rheindorf-Nord als Standort für eine zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber ausgesucht hat.

Rheindorf darf sich auf 1.000 weitere Asylbewerber einstellen, zumal in Rheindorf bereits an der Felderstraße gerade ein Containerdorf für Asylbewerber entsteht. Offenbar meint OB Buchhorn, Flüchtlingsunterkünfte primär in insgesamt sozial schwächeren Stadtteilen mit einem sowieso schon sehr hohen Migrantenanteil zu platzieren. Andere bürgerliche Stadtteile werden noch vom Asyl-Tsunami verschont.

Zur Kritik des Rheindorfer CDU-Stadtrates Rüdiger Scholz zum Standort der zentralen Aufnahmeeinrichtung erklärt der PRO-NRW-Parteivorsitzende und Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Beisicht_MTÜ_neu„Es ist erfreulich, dass Scholz nunmehr doch den Mut aufgebracht hat, die Standortentscheidung seines Oberbürgermeisters Buchhorn zu kritisieren. Auch für mich ist der geplante Standort ausgerechnet in Rheindorf-Nord in einem Wasserschutzgebiet völlig indiskutabel. Rheindorf-Nord kann einen weiteren Zuzug von fast 1.000 Asylbewerbern nicht mehr verkraften. Die soziale Balance des Stadtteils wäre endgültig zerstört.

PRO NRW wird die Standortfrage zu einem zentralen Thema des anstehenden Oberbürgermeisterwahlkampfs machen. Jede Stimme für mich hilft, die zentrale Unterbringungseinrichtung in Rheindorf-Nord noch in allerletzter Sekunde zu verhindern.“

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