Aktuelles / Dienstag, 28.August.2012

Leverkusen: CDU, Linkspartei und Juniorpartner verhindern Peter-Fechter-Straße

Ausgerechnet der farblose CDU-Hinterbänkler Rüdiger Scholz, Realschullehrer aus Rheindorf und Vorstandsmitglied der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU, durfte für eine bizarre Koalition aus CDU, Linkspartei, Grünen, Freien Wählern, SPD und der FDP begründen, warum in Leverkusen keine Straße nach dem an der Berliner Mauer ermordeten Peter Fechter benannt werden darf.

PRO NRW hatte bekanntlich in der gestrigen Ratssitzung beantragt, die Stadtverwaltung möge prüfen, ob bei einer der vorhandenen Straßen oder Plätzen in Leverkusen eine kostengünstige Umbenennung in Peter-Fechter-Straße oder Peter-Fechter-Platz möglich ist. Dieses Ansehen wurde insbesondere von der CDU vehement abgelehnt.

Hierzu erklärt die Leverkusener Ratsfrau Susanne Kutzner:

Susanne Kutzner

Der an der Berliner-Mauer ermordete Peter Fechter steht als bekanntester Mauertoter stellvertretend für die weiterhin vergessenen Opfer der totalitären DDR-Diktatur. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Ermordung des freiheitsliebenden Peter Fechters durch DDR-Grenztruppen an der Berliner Mauer sollte auch die Stadt Leverkusen das Andenken an die Opfer der sozialistischen Diktatur durch die Benennung von Straßen oder Plätzen wachhalten.

Nicht nur Berlin, auch Leverkusen sollte eine Peter-Fechter-Straße oder einen gleichnamigen Platz besitzen, um so den Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft zu einem würdigen Andenken zu verhelfen. Dass ausgerechnet die CDU mit dem Vertriebenenfunktionär Rüdiger Scholz als Sprachrohr dieses berechtigte Anliegen verhinderte, zeigt einmal mehr, dass die CDU als zeitgeisthörige Plattform nicht mehr wählbar ist und dringend ein freiheitliches Korrektiv bedarf.“