Leverkusen bekommt mit Markus Märtens mal wieder einen von den Altparteien Ausgeklüngelten Finanzdezernenten nach Parteibuchkriterien.
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Dienstag, 12.September.2017

Leverkusen bekommt mit Markus Märtens mal wieder einen von den Altparteien Ausgeklüngelten Finanzdezernenten nach Parteibuchkriterien.

Gestern wurde der farblose CDU-Kandidat Markus Märtens zum Kämmerer der Stadt Leverkusen gewählt. Die Leverkusener PRO NRW-Ratsgruppe
unter Markus Beisicht hatte im Vorfeld einen Antrag eingebracht mit der Aufforderung an den Leverkusener Stadtrat, den Dezernenten nicht nach dem Parteibuch, sondern ausschließlich nach Leistung und Qualifikation zu Wahlen.
Dieser harmlose Antrag wurde von den Altparteien abgeschmettert. In Leverkusen
bleiben insbesondere SPD und CDU osmoseartig miteinander verbunden. Regeln
und Gesetze werden halt des Öfteren geknetet und gebogen, bis sie passen. Dieses
Phänomen wird gerne mit dem Begriff Klüngel umschrieben, doch das ist eine
Verniedlichung. Die Ausschreibung zur Wahl des Leverkusener Finanzdezernenten
war eine reine Farce. Vor der Ausschreibung hatten sich die Altparteien schon darauf
verständigt, dass der farblose CDU-Sozialdezernent Märtens auf dem Ticket der CDU
den lukrativen Posten erhält. Pro Forma wurde dann noch ein
Ausschreibungsverfahren durchgeführt, doch das Ergebnis stand von Anfang an fest.
So wurde dann Markus Märtens gegen den erbitterten Widerstand von PRO NRW
gestern zum Finanzdezernenten gewählt. PRO NRW präsentierte mit dem
langjährigen Celler Oberburgermeister Mende, immerhin einen qualifizierten
Gegenkandidaten. Auch erhielt der von PRO NRW vorgeschlagene Kandidat sogar
einige Stimmen aus dem Bereich der Altparteien. Wieder einmal zeigt sich, dass die
Altparteien in Leverkusen mit ihrem Latein am Ende sind. Viel zu lange wurden die
Geschicke in der Stadt von immer den gleichen Parteien und Personen bestimmt.
Verkrustete Strukturen sind die Ursache dieser Entwicklung. Die Folgen sind
Vetternwirtschaft und Parteienfilz. Es bleibt ein Unding, dass in Leverkusen
hochdotierte Dezernentenposten primär nach Parteibuchkriterien und nicht nach
Qualifikation und Leistung vergeben werden. Einzig PRO NRW macht in
Leverkusener Stadtrat hiergegen mobil. Nichts ärgert die Kartellparteien mehr in
Leverkusen als eine Unterstützung von Markus Beisicht und PRO NRW. Während
Leverkusen sich immer schneller Richtung Pleite bewegt und ständig an der Steuer-
und Gebühren schraube zu Lasten der Bürger gedreht wird, klüngeln die Altparteien
einträchtig so weiter, als wäre nichts gewesen. Wer etwas zum Guten in Leverkusen
verändern will, der sollte zukünftig PRO NRW unterstützen.

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