Regional / Freitag, 23.August.2013

Leverkusen: Asylkonzept – Realitätsferne Lobhudelei

Im Rahmen der neu aufgeflammten Asyldebatte um ein Heim im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf fokussiert sich die Medienaufmerksamkeit verstärkt auf das aktuelle Leverkusener Modell zur Unterbringung von Asylbewerbern. Dieses wird von den Medien über den grünen Klee gelobt, und negative Begleiterscheinungen bewusst ausgeblendet.

So sei Leverkusen bereits seit Jahren Vorreiter in Sachen „humaner“ Unterbringung von Asylbewerbern. Diese geschieht verstärkt in Privatwohnungen, was neben den erhöhten Folgekosten auch weitere gravierende Probleme mit sich bringt. Eine zentrale Unterbringung von Flüchtlingen in Erstaufnahmestellen und Heimen erleichtert nicht nur den Überblick über die Lage, sondern erlaubt es auch, Kriminalität gezielter zu unterbinden. Dass leider viele Asylbewerber kriminell werden, ist statistisch belegbar. So nahm die Kriminalität in und um Asylantenheime in NRW im letzten Jahr um knapp 70% zu. Eine dezentrale Unterbringung droht, diese Problematik zu verschleiern.

Zwischen Dezember 2011 und Juni 2013 stieg die Anzahl der Asylbewerber in Leverkusen von 260 auf 455 Personen an und verdoppelte sich somit beinahe. Im Jahr gibt die Stadt etwa 2,3 Millionen Euro für Ernährung, Unterkunft und Regelleistungen aus. Bei dem überwiegenden Teil der Asylanten (bundesweit über 98%!) handelt es sich Studien zufolge um Armutseinwanderer, denen keinerlei Leistungen im Kontext der deutschen Asylgesetzgebung zustehen, da keinerlei Verfolgung aus politischen oder religiösen Gründen besteht. Dennoch werden diese Personen geduldet und finanziert, was große Löcher in den städtischen Haushalt reißt.

Zu der Medienberichterstattung äußerte sich der Leverkusener PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Rechtsanwalt Markus Beisicht

Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Das Leverkusener Konzept krankt an allen Ecken und Enden. Gerade die dezentrale Unterbringung hat für einen zusätzlichen Kriminalitätsschub gesorgt. Nur das Peter-Renzel-Asylmodell mit der Fokussierung auf Sachleistungen und eine erst zu einem späteren Zeitpunkt mögliche Dezentralisierung erachten wir von PRO NRW als zukunftsfähig für Leverkusen. Asylbetrüger müssen konsequent ausgewiesen werden, da sie den Löwenanteil aller Verbrechen in und um Asylantenheime begehen. Flüchtlinge die aus Ländern fliehen, wo sie wegen Hautfarbe, politischer Gesinnung oder religiöser Zugehörigkeit verfolgt werden, müssen unbedingt auch vor diesen skrupellosen Kriminellen beschützt werden, die das Elend und Leiden anderer Menschen kompromisslos ausnutzen!“