Landesweit / Mittwoch, 4.August.2010

Länder spielen Schwarzer Peter

Islamistenzentrum soll von Braunschweig (Niedersachsen) nach Mönchengladbach (NRW) übersiedeln: Als der Dichter Friedrich Schiller den spielenden Menschen als Vorbild pries, konnte er noch nicht ahnen, dass seine Nachfahren in politischer Verantwortung das Spiel in dieser Weise pflegten: Die Bundesländer schieben sich in der Einwanderungspolitik den Schwarzen Peter zu. Jetzt wechselte eine Islamschule von Braunschweig nach Mönchengladbach, nachdem das Pflaster in Niedersachsen wohl zu heiß geworden war.

Der Name des Vereins verheißt Großes: „Einladung zum Paradies“ verspricht ein Schild an einem unscheinbaren, grauen Haus in Braunschweig, das an einer viel befahrenen Ausfallstraße liegt. Diese Einladung klingt weniger verheißungsvoll, wenn man sich klar macht, dass islamische Selbstmordattentäter in aller Welt mit dieser Hoffnung sich und andere in Tod zu bomben pflegen. In Braunschweig wurde in der Islamschule die besonders harte Variante des muslimischen Gottesstaates, der Salafismus, gelehrt. Für die Salafisten sind lediglich die frühen Koranquellen von Relevanz – jegliche Neuerungen lehnen die militanten Muslime strikt ab. Selbst die Zähne putzt man sich wie der Prophet.

Dieser Staat im Staate wandert nun also von Braunschweig nach Mönchengladbach. Im Internet wurde inzwischen ein Film veröffentlicht, der die Unterzeichnung eines Kaufvertrages für das Gebäude in Mönchengladbach zeigte. Auf seiner Internetseite wirbt der Verein ungeniert um Spenden. Verantwortliche in Mönchengladbach zeigten sich überrascht über die von den Medien sonst stets als Bereicherung verkauften Neubürger. „Das hat uns kalt erwischt“, sagte ein Stadtsprecher. An Geld mangelt es den Islamisten offenbar nicht: Die Renovierung der neuen Immobilie sei in vollem Gange. Während sich die Niedersachsen über den Wegzug klammheimlich freuen, liegt der Schwarze Peter nun in Mönchengladbach.

Kevin-Gareth Hauer, Vorsitzender der pro-NRW-Fraktion im Gelsenkirchener Stadtrat

Nach Ansicht des stv. Pro-NRW-Vorsitzenden Kevin Gareth Hauer zeige dieser Vorgang die Unverantwortlichkeit der Einwanderungs- und Integrationspolitik, wie sie von den Altparteien betrieben werde:

„Wahrscheinlich wird jetzt auch noch von deutschen Steuergeldern, die in sinnlose Integrationsprojekte fließen, das neue Domizil in Mönchengladbach renoviert. Die politisch Verantwortlichen eiern indes herum. Niemand getraut sich bei den Altpartien, die Wahrheit zu sagen: Ein souveräner Staat muss die Möglichkeit haben, frei darüber zu entschieden, welche Bevölkerungsgruppen man im Lande haben will und welche nicht.

Pro NRW formuliert dies hingegen ganz klar: Solche Leute wie die Salafiten gehören sofort außer Landes. Sie lehnen die Grundwerte dieses Staates ab und wollen aber gleichzeitig von den Bürgern dieses Staates Anerkennung, Freiheiten und am besten noch Geld. Das ist eine Frechheit. Solche Leute missbrauchen das Gastrecht, sie sind hierzulande ganz und gar überflüssig und sollten ihre Islamschule möglichst bald von Mönchengladbach wieder in türkische Gefilde verlegen. Das wäre im Sinne der Bürger Mönchengladbachs.“