Aktuelles / Freitag, 2.März.2012

Kritische Haltung von PRO NRW zum Islamunterricht wird von FDP-Minister gestützt

Die kritische Position der BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW zum Islamunterricht in NRW wird nun auch vom hessischen Justizminister Uwe Hahn (FDP) gestützt. Der nannte die Verankerung des Islamunterrichts an den Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen verfassungswidrig. Hahn machte darauf aufmerksam, dass es gar keine islamische Religionsgemeinschaft in Deutschland gebe. Die Lösung eines staatlich gebildeten Beirates mit Vertretern islamistischer Verbände, so Hahn, sei nicht verfassungskonform. Die Kritik werfe grundsätzliche Fragen auf, so Judith Wolter (PRO NRW), da der Islam zwischen Kirche und Staat nicht trenne.

Judith Wolter

Mit der Installierung eines Islamunterrichtes, so die Rechtsanwältin Wolter, hätten die politisch Verantwortlichen in Düsseldorf aber schon die Maßstäbe des Islam einfach übernommen:

„Der Islam kennt keinen Unterschied zwischen Kirche und Staat. Und wenn jetzt in den Beiräten Leute sitzen, die von der türkischen Religionsbehörde abhängig sind, dann diktiert eine fremde Macht, die unter der Scharia steht, in den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht. In Nordrhein-Westfalen hat PRO NRW als einzige Partei Stellung gegen den Islamunterricht bezogen.

Leider denkt auch Herr Hahn seine Kritik aber nicht konsequent zu Ende, wenn er warnt, der Staat dürfe nicht Lenker des Islam werden. Er verkennt dabei, dass der deutsche Staat beim Islamunterricht ohnehin nichts zu sagen hat, denn die Vertreter der Islamverbände, wie der DITIB, sind ja gar nicht dem deutschen Staat unterstellt. Die Kritik müsste genauer so lauten. Der Islam in Deutschland darf nicht von der Türkei aus gelenkt werden. Denn es ist die Scharia und der politische Anspruch des Islam, der verfassungswidrig ist.“