Aktuelles / Mittwoch, 22.Juni.2011

Köln: Türkisch als Zwangssprache in Kindergärten?

Man hat sich mittlerweile an junge grüne Parteitagsdelegierte gewöhnt, die während Veranstaltungen auf die Deutschlandfahne urinieren oder an junge Sozialdemokrat_innen, die während Demonstrationen „Nie wieder Deutschland“ skandieren. Wie solche hasserfüllten Symbolhandlungen gegen das eigene Volk im politischen Raum umgesetzt werden, das konnte man gestern Mittag in der jüngsten Sitzung des Integrationsrates der Stadt Köln miterleben. Es ging um so genannte bilinguale Kindergärten.

Dabei handelt es sich um ein Konzept, so wird der deutschen Bevölkerung erklärt, um Migranten eine Stunde in der Woche herkunftssprachlichen Unterricht zu erteilen. Tatsächlich ist es aber jetzt so, dass dort, wo die Verwaltung die Geldmittel zur Verfügung hat, ein „Nativespeaker“ (ein uns bis gestern auch unbekannter Begriff) im pädagogischen Bereich eingesetzt wird. Diese türkischsprachige Pädagogin (?) soll während der Gesamtzeit der Betreuung in türkischer Fremdsprache mit den Kindern sprechen; und das bewusst in allen Lebenslagen, so hörte man die Verwaltung schwadronieren. Idealerweise, so die Verwaltung weiter, würde dies ermöglichen, dass die Kinder eine emotional positive Beziehung zur türkischen Sprache entwickelten – in Deutschland, zur „Integration“.

Auf kritische Nachfragen wurde erläutert, dass dies schließlich für die (vielleicht auch noch vorhandenen) deutschen Kinder eine Möglichkeit sei, eine Fremdsprache zu erlernen. Und mehrsprachiger Unterricht hätte auf die Lernfähigkeit der Kinder bekanntlich einen positiven Einfluss, der ihnen im Unterricht Vorteile verschaffe. Die Vertreter der Unionschristen merkten daraufhin sogar ungewohnt mutig an, dass in einem Kindergarten, in dem nur drei türkische Kinder anwesend sind, solche ominösen Experimente bei der deutschen Elternschaft auf enorme Widerstände gestoßen seien.

Neben der üblichen implizierten Rassismusverdachtsrhetorik hielt die Verwaltung die vielen Vorteile der Pädagogik durch „Nativespeaker“ diesen Einwänden entgegen. Schließlich sei diese besondere berufliche Spezifikation nicht erlernbar ist, sondern der „Nativespeaker“ müsse in dieser Sprache aufgewachsen sein. Die Frage an die Verwaltung, warum man sich denn ausgerechnet auf das Türkische fixiere, wenn es um den Erwerb einer Fremdsprache gehe, blieb unbeantwortet.

Jörg Uckermann

Dazu erklärt der stellvertretende PRO-KÖLN-Fraktionsvorsitzende Jörg Uckermann: „Das Türkische darf in unseren Kindergärten nicht zur pädagogischen Zwangssprache werden, in der auch auf die einheimischen Kinder pädagogisch eingewirkt wird. Die Vorstellung des bilingualen Programms für die Kindergärten hat gezeigt, dass die rot-grünen Deutschlandabschaffer nun offenbar den Hebel in den Kindergärten ansetzen wollen. Dem muss Einhalt geboten werden. Pädagogische Umgangssprache im Kindergarten muss Deutsch bleiben. Wir werden das in der nächsten Ratssitzung beantragen.“