Aktuelles / Montag, 2.April.2012

Köln: Rockerkrieg in der Altstadt bedroht Sicherheit der Bürger

Wie hoch die Bedrohung durch den schwelenden Rockerkrieg zwischen den beiden Banden der „Hells Angels“ und der „Bandidos“ für die Sicherheit der Kölner Bürger tatsächlich ist, wurde am vergangenen Freitag deutlich. Ein Großaufgebot der Polizei war nötig, um eine Auseinandersetzung der beiden rivalisierenden Rockerbanden mit Schusswaffen, Messern und Fäusten in der Altstadt zu verhindern.

Die Polizei sprach gegen 100 Personen Platzverweise aus und konnte später in den Mülleimern rund um den Heumarkt Schusswaffen, Messer, Beile und andere Waffen sicherstellen, die dort offenbar von den Rockern aus Angst vor den Polizeikontrollen versteckt wurden. Wären diese Waffen tatsächlich zum Einsatz gekommen, hätte auch für unbeteiligte Bürger erhebliche Verletzungsgefahr bestanden.

Judith Wolter

Die PRO-KÖLN-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter lobt deshalb das deeskalierende Eingreifen der Polizeikräfte, betont aber zugleich: „Das Problem der rivalisierenden Rockerbanden ist in der Domstadt bei weitem kein neues Phänomen. Schon seit längerer Zeit kommt es immer wieder zum Aufeinandertreffen von Hells Angels und Bandidos.

Die etablierte Politik verschließt vor dieser für die Sicherheit der Bürger gefährlichen Lage gerne die Augen und war bisher nicht bereit, geeignete Maßnahme zu ergreifen, um langfristig das Problem des schwelenden Rockerkrieges zu beseitigen. Keinesfalls ist es ausreichend, wenn die Polizei sozusagen in letzter Minute Präsenz zeigt um das Schlimmste zu verhindern. Es gilt, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen und deutlich zu machen, dass für sich bekriegende Rocker in Köln kein Platz ist.“