Aktuelles / Freitag, 19.Juli.2013

Köln: PRO KÖLN, das linksautonome Zentrum und Helmut Frangenberg

Auf der gestrigen Ratssitzung stand eine Aktuelle Stunde und ein PRO-KÖLN-Antrag zum linksautonomen Zentrum auf der Tagesordnung. Bei beiden Tagesordnungspunkten haben Redner von PRO KÖLN massiv die linksextreme Hausbesetzerszene in Köln-Kalk kritisiert und eine umgehende Räumung der ehemaligen KHD-Werkskantine gefordert. PRO KÖLN hat dabei als einzige Fraktion die politische Dimension des Skandals in aller Schärfe herausgearbeitet. Der Beitrag von PRO-KÖLN-Fraktionsgeschäftsführer Markus Wiener sorgte für heftigen Widerspruch anderer Redner und von Personen aus dem Umfeld des autonomen Zentrums, die sich auf der Besuchertribüne aufhielten. Jede Menge objektiver „Nachrichtenwert“, könnte man also meinen. Selbst die linke taz sprach heute deshalb davon, dass die Kölner SPD-Oberen von PRO KÖLN und der CDU in Sachen AZ getrieben würden: http://www.taz.de/Streit-um-Autonomes-Zentrum-in-Koeln/!120233/

In der heutigen Berichterstattung des Kölner Stadt-Anzeigers, dem „publizistischen Flaggschiff“ des DuMont-Medienkonzerns, findet sich dagegen nichts von den PRO-KÖLN-Beiträgen. Obwohl PRO KÖLN seit Jahren der profilierteste politische Gegner der linken Hausbesetzerszene in Köln-Kalk ist, schon unzählige Male die Zustände thematisiert hat, zwei Demonstrationen vor Ort durchführte und auch am 27. Juli wieder zu einer Kundgebung für die sofortige Räumung aufruft.

Der zuständige Stadt-Anzeiger Redakteuer Helmut Frangenberg listet dagegen in seinem namentlich gekennzeichneten Artikel die Position jeder einzelnen Fraktion und sogar jedes Einzelmandatsträgers zum linksautonomen Zentrum auf – mit Ausnahme von PRO KÖLN freilich.

Ist das weglassen von Teilen der Wirklichkeit eigentlich auch lügen? Die journalistische Glaubwürdigkeit von Helmut Frangenberg und des Kölner Stadt-Anzeigers sinkt damit jedenfalls auf einen neuen Tiefpunkt. Schon lange wissen informierte Kölner nur zu gut „zwischen den Zeilen zu lesen“, wenn es in den hiesigen Tageszeitungen um PRO KÖLN geht.

Helmut Frangenberg ist übrigens auch jener Redakteur, der sich in einem Kommentar vehement gegen Videoübertragungen der Kölner Ratssitzungen aussprach, mittels derer sich die Kölner Bürger ein eigenes Bild von den Ratsdebatten machen könnten.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt …