Regional / Donnerstag, 2.September.2010

Köln: NS-Dokumentationszentrum im antidemokratischen Einsatz gegen pro Köln

Das NS-Dokumentationszentrum (NSDOK) in Köln, das sich der Aufgabe zu widmen hat, über die Zeit des Nationalsozialismus auf wissenschaftlicher Ebene zu arbeiten und die Ergebnisse zu publizieren, fällt immer öfter durch tendenziöse Veranstaltungen und Studien gegen die demokratische Opposition in der Domstadt in Gestalt der Bürgerbewegung pro Köln auf. Am Donnerstag, den 4. November um 19h veranstaltet das NS DOK nun einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Rechtsextremismus in Kommunalparlamenten. Die Arbeit von pro Köln im Kölner Stadtrat.“

Referenten sind aber nicht etwa die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende im Kölner Stadtrat Judith Wolter oder etwa ihr Stellvertreter Jörg Uckermann, sondern die nur sehr oberflächlich mit der Arbeit und den politischen Zielen der Bürgerbewegung vertrauten Schreiberlinge Frank Überall und Christoph Busch. Journalistisch betreut wird die Veranstaltung von der ebenfalls in der Vergangenheit nicht unbedingt durch eine objektive Berichterstattung aufgefallene WDR-Reporterin Charlotte Schwalb. Alle drei Personen haben ihr vorgebliches Wissen aus den Händen Dritter und sind an der neutralen wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Bürgerbewegung augenscheinlich nicht interessiert, worauf schon der Titel der Veranstaltung verweist.

Auch viele Mitglieder der Bürgerbewegung pro Köln haben eine Einladung zu dieser Veranstaltung erhalten und werden diese als Kölner Bürger natürlich sehr gerne wahrnehmen, um die Diskussion über pro Köln mit ihrer Sachkenntnis zu bereichern. Jeder Kölner Bürger ist herzlich eingeladen, sich am 4. November anzuschauen, welche antidemokratische Hetze von seinem Steuergeld vom NSDOK betrieben wird. Die Porzer Bezirksvertreterin und ehemalige pro-Köln-Ratsfrau Regina Wilden hat die Einladung indes zu einem Brief an das NS DOK veranlasst, den wir nachfolgend veröffentlichen:

NSDOK

NS-Dokumentationszentrum                                               31. August 2010

der Stadt Köln

Appellhofplatz 23-25

50667  Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalte ich  Prospekte für verschiedene Veranstaltungen von Ihnen, unter anderem am 4. November 2010 um 19 Uhr über „Rechtsextremismus in Kommunalparlamenten. Die Arbeit von pro Köln im Kölner Stadtrat. Vortrag und Podiumsdiskussion.“

pro-Köln-Bezirksverteterin Regina Wilden

So eine Veranstaltung durchzuführen allein ist schon eine bodenlose Unverschämtheit. Mir aber dazu auch noch eine Einladung zu schicken schlägt dem Faß den Boden ganz aus.Ich arbeite seit zehn Jahren für pro Köln, davon fünf Jahre als Ratsmitglied in Köln, und glaube ein Recht dazu und die nötige Kenntnis darüber zu haben, worüber ich spreche: Pro Köln ist nicht rechtsextrem, auch wenn der für die etablierte Politik arbeitende Verfassungsschutz tausendmal etwas anderes behauptet. Das Amt für Verfassungsschutz konnte mir auf meine schriftliche diesbezügliche Anfrage deshalb auch keine Antwort geben, sondern flüchtete sich in eine nichtssagende Floskel..

Sie vom NSDOK in Zusammenarbeit mit Linksextremisten können es sich später auf ihre Fahne schreiben, daran mitgewirkt zu haben, wenn in wenigen Jahrzehnten unsere Gesellschaft in einem Zustand ist, den sich niemand wünschen kann. Und wenn sich nichts ändert, dann IST die Gesellschaft in diesem Zustand.

Was hat pro Köln mit dem NSDOK zu tun und was an pro Köln soll rechtsextrem sein? Warum hat die – wenn auch mehrmals umbenannte, zur Zeit unter dem Namen Die Linke agierende  – SED in unserem Staat zunehmenden Einfluß? DAS ist extremistisch. Warum thematisieren Sie nicht dieses?

In der DDR diente der Antifaschismus als Legitimation für einen neuen Totalitarismus. Diesen Satz habe nicht ich erfunden. Gehen Sie nach Bonn in das Haus der Geschichte, dann werden Sie in der DDR-Abteilung eine Tafel mit diesem Satz finden.

Hier finden wir nun das gleiche Muster vor: Die Parallelen zur DDR werden immer deutlicher sichtbar.

Mir ist klar, daß das Geld für die Briefmarke dieses Briefen an Sie hinausgeworfenes Geld ist. Aber ganz unwidersprochen kann man Ihre andauernden Unverschämtheiten doch nicht hinnehmen. Bitte streichen Sie mich aus Ihrem Verteiler, ich möchte von Ihnen keine Post.

grußlos

Regina Wilden