Aktuelles / Dienstag, 9.April.2013

Köln: Linksautonome gegen SPD

Bisher hatten die Kölner Linksautonomen “nur” die “bösen Rechten” von PRO KÖLN heimgesucht und damit den ärgsten Gegner der etablierten Parteien in Köln. Das Besetzen von Häusern wie in Köln-Kalk lief dabei wohl unter der Rubrik “Kollateralschäden” mit. Jedenfalls waren bisher gerade von SPD oder Grünen kaum negative Stimmen über die Extremisten und Gesetzesbrecher von Linksaußen zu hören. Ließ man die linken Polithooligans bewusst an der “langen Leine”, weil sie sich ab und zu ganz nützlich erwiesen bei der Störung unbequemer Oppositionsveranstaltungen, sozusagen als rote SA?

Jedenfalls wird man jetzt anscheinend die Geister, die man rief, nicht mehr so einfach los. Seitdem feststeht, dass das von Linksautonomen besetzte Gebäude in der Wiersbergstraße in Kalk spätestens Ende Juni geräumt wird – nach intensiven Protesten von PRO KÖLN und der Anwohnerschaft – hängt der Haussegen in der rot-grün-linken Polit-WG der Domstadt schief. “Verrat” wettern die zuvor gehätschelten Straßenkämpfer und beißen prompt die Hand, die sie bisher gefüttert hat.

Als konkretes Ziel ihres neuen Hasses haben sie sich nun die SPD-Parteizentrale in der Magnusstraße auzsgesucht. An der Fassade hinterließen die Extremisten eindeutige Schmierparolen (“AZ bleibt!”) und beschädigten die Türschlösser mit Klebstoff. SPD-Chef Ott soll laut Medienberichten “getobt” haben. Die Bereitschaft für “alternative Lösungen” für die Hausbesetzer sei dadurch nicht gesteigert worden. Ob da nun künftig Wattebällchen gegen die Linksautonomen fliegen?

Wir wissen es nicht. Nur soviel: Wie man sich bettet, so liegt man. Oder: Die Geister die sie riefen …