Aktuelles / Freitag, 14.Juni.2013

KÖLN: Fraktion PRO KÖLN zieht Anmeldung zum CSD nach öffentlichem Streitgespräch mit dem Ex-KLuST-Vorsitzenden Markus Danuser zurück

Die Ratsfraktion von PRO KÖLN wird ihre Anmeldung zur CSD-Parade am 7. Juli nicht aufrecht erhalten. Eine entsprechende Zusage gab der zuständige Fraktionssprecher Michael Gabel im Rahmen eines Streitgespräches mit dem langjährigen KLuST-Vorsitzenden Markus Danuser im Magazin „rik“.

Auf Initiative des langjährigen KLuST-Vorstandes und Juristen Markus Danuser veröffentlicht das Szenemagazin „rik“ in seiner kommenden Ausgabe ein Streitgespräch zwischen ihm und Michael Gabel. Dabei wurden die verschiedenen Auffassungen zu Minderheitenfragen und den Gefahren der Islamisierung kontrovers diskutiert. Der Wortlaut des kompletten Interviews finden Sie hier:

Hier geht es zu der Druckversion des Streitgesprächs (Als jpg-Version)

Weiter erklärt PRO-KÖLN-Fraktionsgeschäftsführer Markus Wiener zur neuen Entwicklung:

Wir haben mit unserer Anmeldung zum diesjährigen CSD und der anschließenden medialen Debatte darüber politisch viel erreicht. Das Thema der gewaltbereiten Homophobie in islamistischen Kreisen wurde ein Stück weit enttabuisiert und öffentlich diskutiert. PRO KÖLN konnte sich als die islamkritische Bewegung in der Domstadt auch hier als ehrlicher Sachwalter aller gefährdeten Bürger bewähren.

Die Reaktionen darauf waren – wie zu erwarten – vielfältig: Von offener Ablehnung und Blockadedrohungen über Forderungen nach einer fairen Debatte und Gesprächen mit PRO KÖLN bis hin zu deutlicher Zustimmung. Wir waren in den letzten Wochen und Tagen mit den unterschiedlichsten Vertretern der Community im Kontakt. Diese Entwicklung gipfelte nun in einem offenen Streitgespräch zwischen unserem CSD-Beauftragten Michael Gabel und dem langjährigen KLuST-Vorsitzenden und Vorstand der Kölner Aidshilfe, Markus Danuser. Gespräche statt Verteufelung und Ausgrenzung der von 20.000 Kölnerinnen und Kölnern gewählten PRO-KÖLN-Fraktion – das ist auch eine Botschaft der letzten Ereignisse.

Aus diesen Gründen hat sich die Fraktion PRO KÖLN gestern entschlossen, freiwillig auf die Teilnahme an der CSD-Parade zu verzichten, obwohl wir rechtlich jede Möglichkeit dazu gehabt hätten. Aber zur Politikfähigkeit gehört auch, dass man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand muss, vor allem wenn die Dinge in Bewegung geraten. Deshalb wollen und werden wir am 7. Juli nicht als Ausrede für linke Krawallmacher herhalten, die bereits rechtswidrige Blockaden und Schlimmeres für den CSD angedroht haben.