Aktuelles / Dienstag, 18.Januar.2011

Köln: Fraktion pro Köln fordert Rhetorikkurs für den Oberbürgermeister

Nicht erst seit der verpatzten Rede des Oberbürgermeisters bei der Prinzenproklamation ist bekannt: Ein Redetalent ist Jürgen Roters nicht. Die Fraktion der Bürgerbewegung pro Köln im Rat der Stadt Köln hat deshalb nun die Initiative ergriffen und fordert in einem Antrag für die Sitzung des Rates am 1. Februar einen professionellen Rhetorikkurs für den Oberbürgermeister. Es könne nicht sein, dass Jürgen Roters als oberster Repräsentant der Stadt Köln solch blamable Redeauftritte abliefere, dass ihm sogar Redeverbot erteilt werden soll, heißt es in der Begründung des Antrages. Lesen Sie nachfolgend den Antrag im Volltext:

Jörg Uckermann, stellvertretender pro-Köln-Fraktionsvorsitzender, zeichnet verantwortlich für den Antrag.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion der Bürgerbewegung pro Köln im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 1. Februar zu setzen:

Der Rat der Stadt Köln empfiehlt dem OB, nicht davor zurückzuschrecken, in Bezug auf die Verbesserung seiner rhetorischen Fähigkeiten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Hauptausschuss wird angewiesen, kurzfristig die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Gegebenenfalls ist zu prüfen, ob psychologische Hilfe sinnvoll ist.

Zur Begründung: Die öffentlichen Auftritte des Oberbürgermeisters, bei denen das Sprechen von mehr als drei Sätzen erforderlich ist, waren seit Beginn der Amtszeit von Jürgen Roters mehr als blamabel. Im Festkomitee des Kölner Karnevals wird bereits erwogen, dem Oberbürgermeister jegliche Redeauftritte entgegen aller Traditionen in Zukunft zu verbieten – so unerträglich soll sein Auftritt bei der Prinzenproklamation gewesen sein. Es ist daher dringender Handlungsbedarf geboten. Schließlich repräsentiert Jürgen Roters als erster Bürger Kölns alle Kölner Bürger und ist das Gesicht der viertgrößten Stadt Deutschlands. Da ist es äußerst peinlich, wenn seine Redeauftritte in solcher Art blamabel sind, dass ihm Redeverbot erteilt werden soll. Es steht also außer Frage, dass dem Oberbürgermeister dringend von professioneller Seite geholfen werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Gez.

Jörg Uckermann