Aktuelles / Donnerstag, 26.Juli.2012

Köln: Fraktion auch in den Sommerferien aktiv

Opposition heisst Widerspruch äußern und kritische Fragen stellen. Dort nachzuhaken, wo andere aus Kumpanei und Klüngelei lieber schweigen. Getreu diesem Motto ist die Fraktion PRO KÖLN im Kölner Stadtrat auch im Sommer aktiv.

Zur nächsten Hauptausschusssitzung am 6. August hakt PRO KÖLN mittels einer schriftlichen Anfrage bezüglich fragwürdiger Beförderungen in den oberen “politischen” Beamtenrängen der Stadt Köln nach. Immer wieder – so die Erfahrung der letzten Jahre – würden in den Sommerfereien zahlreiche solcher fragwürdigen und kostspieligen Beförderungen politisch gefälliger Senkrechtstarter durch die Gremien geschleust. Offenbar in der Hoffnung, dass man in der Fereienzeit nicht so genau hinschaut …

Einen genauen Blick wirft die Fraktion der Bürgerbewegung auch auf die Situation der immer größer werdenden Zahl von Menschen ohne Krankenversicherung in Köln. Im nächsten Sozialausschuss wird folgende PRO-KÖLN-Anfrage beantwortet werden müssen:

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt von Jahr zu Jahr stetig an. Schätzungen zufolge sollen in Deutschland rund ein Prozent aller Menschen keine Krankenversicherung haben.

In diesem Zusammenhang bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie hoch ist die Zahl aller Menschen ohne Krankenversicherung in der Stadt Köln?
  2. Werden diese Menschen ärztlich versorgt, falls sie ärztliche Hilfe benötigen?
  3. Welche Möglichkeiten gibt es in der Stadt Köln, um diesen Menschen eine Krankenversorgung zu ermöglichen?
  4. Wie ist die Regelung, nach der man in die gesetzliche/private Krankenversicherung zurück kann?
  5. Wie hoch ist der Anteil der Migranten bei der Personengruppe ohne Krankenversicherung?

Mit freundlichen Grüßen

Judith Wolter
Regina Wilden

Zu guter Letzt ist PRO KÖLN auch außerhalb der Gremien aktiv, u.a. auch bei der Förderung und Unterstützung des Breitensportes, den die etablierte Politik abseits gefälliger Sonntagsreden in der Praxis gerne vergisst.

Folgendes Thesenpapier wird in den nächsten Wochen am Rande diverser Radsportveranstaltungen verteilt werden:

PRO KÖLN setzt sich für den Breitensport ein!

Die Bürgerbewegung PRO KÖLN e.V. setzt sich seit ihrem Bestehen für die gezielte Förderung des Breiten- und Profisports ein. Köln als Standort der einzigen Sportuniversität in Deutschland hat dabei eine außerordentlich wichtige Rolle. Zwar stellt der Fußball den Volkssport Nummer eins in Deutschland dar, aber die zu einseitige Fokussierung auf diesen heißen wir nicht gut. Deutschland ist mehr als eine Fußballnation. Im Wintersport, Handball, Radsport oder bei der Leichtathletik hat unser Land ebenfalls herausragende Leistungen zu bieten.

Verschiedene Studien haben belegt, dass die Fettleibigkeit in den Industrienationen immer mehr zunimmt. So können zum Beispiel immer mehr Kinder nicht richtig schwimmen. Lokale Sportvereine beklagen zudem einen Rückgang der Mitgliedszahlen. Eine solche Entwicklung löst einiges Bedenken aus. Während Massensportarten wie Fußball, die Formel Eins und andere immer weiter gefördert werden, werden die kleinen Sportvereine vernachlässigt und vergessen. Diese Entwicklung darf nicht weitergehen. Der Sport muss gezielt in der Breite gefördert werden. Deutschland muss wieder eine Spitzenposition im Weltsport erlangen.

Der Radsport hat in den letzten Jahren an Stellenwert deutlich gegenüber anderen Sportarten verloren. Durch verschiedene Dopingskandale wie bei der Tour de France 2009 oder durch den Sportmediziner Eufemiano Fuentes wurde das Ansehen der ehrlichen Radsportler und des Radsports allgemein verletzt. Solche Skandale sind selbstverständlich nicht gutzuheißen und die Sünder müssen ihre gerechte Strafe bekommen.

Durch solche Zwischenfälle wurde allerdings die unvorstellbare Leistung der ehrlichen Radsportler nicht genügend beachtet und gewürdigt. Es kann sich kaum jemand vorstellen, was es bedeutet, drei Wochen am Stück bei Wind und Wetter mehr als 2.000 Kilometer zurückzulegen und dabei bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeiten zu gehen.

Der Radsport muss endlich den Stellenwert einnehmen, den er verdient. In kaum einer anderen Sportart wird eine solche Leistung erbracht. Radfahrer verdienen es, dass unsere Bundeskanzlerin an der Ziellinie unsere Sportler empfängt oder sie einmal im Mannschaftshotel besucht oder ihnen so zujubelt wie während der EM und WM.

Gezeichnet:

Jörg Uckermann (Mitglied des Sportausschuss)
Tony-Xaver Fiedler (Sachkundiger Bürger im Sportausschuss)
Waldemar Staudenherz (Vorstand PRO KÖLN)