Aktuelles / Freitag, 31.August.2012

Köln: Etablierte Ratspolitiker bereichern sich hemmungslos

Die Sparkasse KölnBonn befindet sich bekanntlich wegen diverser Skandale und Klüngeleien in einer bedrohlichen ökonomischen Schieflage. Trotz Millionen-Minus genehmigte der Verwaltungsrat gestern üppige Gehaltserhöhungen für die fünf Vorstandsmitglieder. Im Verwaltungsrat, der die Geschicke der Sparkasse überwachen soll, sitzen die Kölner Kommunalpolitiker und machen selbst großzügig Kasse. Am meisten Geld erhielt der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Börschel. Als Vorsitzender erhält er 1.000 Euro pro Verwaltungs- und Beiratssitzung. Im Jahr 2011 kassierte der Kölner Vorzeigesozialdemokrat Börschel so zusätzlich 47.067 Euro! Ein schöner Nebenverdienst für den „König der Aufsichtsträte“, von dem wohl manch durchschnittliche verdienende sozialdemokratische Wähler selbst im Vollberuf nur träumen können …

CDU-Fraktionschef Granitzka darf da natürlich auch nicht nachstehen. Echte Freunde stehen halt zusammen. Der geschäftstüchtige Pensionär kassierte 2011 bei der Sparkasse zusätzlich 37.623 Euro. Barbara Moritz von den Grünen brachte es auf 17.914 Euro und FDP-Sterck kassierte noch 11.261 Euro. OB Jürgen Roters von der SPD darf beim hemmungslosen Abkassieren nicht fehlen. Der Salonsozialist kassierte bei der Sparkasse KölnBonn 23.540 Euro ab. Offenbar verwechseln unsere Politiker ein kommunalpolitische Engagement immer noch mit einem Schlüssel zur Lösung der eigenen sozialen Frage.

Ob die Wählerinnen und Wähler 2014 endlich die Reißlinie ziehen werden?