Aktuelles / Mittwoch, 27.März.2013

Köln: Bildzeitung wirft schwulem PRO-Aktivisten Schwulenhetze vor!

Man ist ja vieles gewohnt von der Zeitung mit den großen Buchsstaben, aber die Bild Köln hat gestern den Vogel abgeschossen: In einem reißerischen Artikel wirft das Boulevardblatt u.a. dem PRO-KÖLN-Aktivisten Michael Gabel vor, „Schwulenhetze“ gegen den grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck betrieben zu haben.

Zur Erinnerung: Der grüne Beck hatte sich am Samstag mal wieder unter militante linksextreme Gegendemonstranten bei einer PRO-KÖLN-Kundgebung gegen Asylmissbrauch gemischt. Aus den Reihen dieser Gegendemonstranten wurden Sprengkörper, Farbbeutel und Tomaten auf Polizisten und friedliche PRO-KÖLN-Anhänger geworfen. Sogar einen direkten Angriffsversuch eines wild gewordenen Linksaktivisten gab es. Die Polizei musste sechs Linke festnehmen. Siehe hierzu auch den Bildbericht auf PRO NRW.

Volker Beck beobachtete das Ganze ohne erkennbare Distanzierung von diesen Kriminellen. Beck hatte sich auch schon bei früheren linksmilitanten Protesten gegen PRO KÖLN so verhalten. Manche vermuten, dass sich der bekanntermaßen homosexuelle Grünen-Politiker so für eine Kandidatur zum Kölner Oberbürgermeisteramt in Stellung bringen will. Wohl zu diesem Zweck erweckt Beck auch immer wieder den Eindruck, dass PRO KÖLN schwulenfeindlich wäre.

Kein Wunder also, dass Beck natürlich in einigen Redebeiträgen von PRO KÖLN am Samstag ein Thema war. Der ebenfalls offen homsexuell lebende PRO-KÖLN-Aktivist Michael Gabel, von Berufswegen Künstler und ehrenamtliches Mitglied der Stadtarbeitsgemeinschaft fur Schwule und Lesben, hat dabei auch Becks politische Homo-Lobbytätigkeit in satirischer Form aufs Korn genommen. Beck, der selbst stets gut im Austeilen ist, zeigte sich aber beim Einstecken mal wieder schnell beleidigt und erstattete nach Medienberichten mehrere Anzeigen. Doch wie sagt schon der Volksmund: auf einen groben Klotz gehört auch ein grober Keil! Und Satire darf bekanntlich nicht erst seit Kurt Tucholsky alles …

Michael Gabel, Mitglied der Stadtarbeitsgemeinschaft „Lesben, Schwule und Transgender“

Dessen ungeachtet fanden die hanebüchenen Strafanzeigen der wohl bekanntesten beleidigten Leberwurst vom Rhein auch ihren Niederschlag in der Bildzeitung. Deren Schreiberlinge waren sich dabei nicht einmal zu blöde, dem schwulen Künstler Michael Gabel Schwulenhetze zu unterstellen! Was für eine Groteske! Wenn es nach der Bild Köln geht, dürften wohl in Zukunft noch nicht einmal mehr Homosexuelle übereifrige Vertreter der politisch organisierten Homo-Lobby kritisieren? Was für ein Schwachsinn in einer freiheitlichen Demokratie!

Michael Gabel, der kürzlich übrigens auch mit einem der besten Ergebnisse als Beisitzer in den PRO-NRW-Landesvorstand gewählt wurde, sieht die ganze Sache dagegen betont gelassen. „Wer politisch keine Argumente mehr hat, der muss halt mit Anzeigen um sich werfen. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, im Kommunalwahlkampf 2014 Volker Beck ordentlich Paroli zu bieten, sollte er tatsächlich in Köln in den Ring steigen wollen!“