Regional / Donnerstag, 23.Juli.2015

Köln: Rund 1.000 neue Asylbewerber

Die Asylwelle hält weiter voll auf Deutschland zu. Nachdem schon in Aachen und Leverkusen zwei Schulen in Asylunterkünfte umgewandelt worden sind oder in Bochum, Düsseldorf, Witten, Siegen und Mülheim an der Ruhr Turnhallen umgewidmet werden, muss nun auch die Millionenstadt Köln kurzfristig Asylbewerber unterbringen.

Die Bezirksregierung Arnsberg ist verzweifelt. Allein in dieser Woche sollen mehr als 5.000 Asylbewerber NRW erreichen. Auf Verordnung mussten schon fast ein Dutzend Städte kurzfristig Asylbewerber unterbringen. Doch die Dimension, mit der es die Kölner Stadtverwaltung zutun bekommt, hat es so bisher noch nicht gegeben.

Die Kölner Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) plant, rund 1.000 Asylbewerber auf einem Parkplatz am Fühlinger See unterzubringen. Zunächst sind provisorische Bauten geplant. Da Wohncontainer aktuell deutschland sehr nachgefragt sind, wird es sehr wahrscheinlich auf eine Zeltstadt, wie sie schon in Herne errichtet worden ist, hinauslaufen.

Zeitgleich lässt die Verwaltung prüfen, ob der Parkplatz gegenüber dem Polizeipräsidium in Kalk (Walter-Pauli-Ring, Ecke Gummersbacherstraße) sich dazu eignet, eine reguläre Unterkunft zu beherbergen. Die Landesregierung zeigt einmal mehr, dass sie den Asylmissbrauch nicht bekämpft, sondern lediglich verwalten.

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