Regional / Freitag, 24.April.2015

Köln: Kostenloses Internet für alle Asylbewerberheime

Auf Initiative der Kölner Piraten beauftragte der Sozialausschuss der Stadt Köln am Donnerstag die Verwaltung, die kostenlose Versorgung aller Kölner Asylunterkünfte mit kabellosem Internet zu prüfen. Dabei sollten auch die Möglichkeiten des sogenannten “Freifunks” untersucht und leistungsstarke Hotspots des städtischen Internetdienstleisters Netcologne ins Auge gefasst werden.

Alle stimmberechtigten Mitglieder des Ausschusses votierten für diesen Antrag. (PRO KÖLN ist seit der Kommunalwahl nicht mehr stimmberechtigt) Ebenso regte der Sozialausschuss auf Initiative eines CDU-Vertreters an, Fahrräder u.Ä. aus dem städtischen Fundbüro an Asylbewerber zu verschenken.

Zu diesen wohlfeilen gutmenschlichen Plänen drängen sich folgende Fragen auf:

  1.  Wie teuer würde es wohl sein, alle Kölner Asylunterkünfte mit leistungsstarken Hotspots auszustatten? (Denn normale WLAN-Anschlüsse würden bei bis zu mehreren hundert Bewohner pro Heim ja sicher nicht ausreichen.)
  2. Welche Folgekosten für den laufenden Betrieb und eventuelle internetrechtliche Haftungsprobleme kämen auf die Stadt Köln zu?
  3. Warum stattet man nicht gleich auch alle Mehrfamilienhäuser in einkommensschwachen Kölner Stadtteilen mit kostenlosem Internet aus? Wer bezahlt den einheimischen Kölnern mit mittleren oder niedrigen Einkommen eigentlich ihr Internet?
  4. Warum nur kostenlose Fahrräder u.Ä. für Asylbewerber? Hätten nicht auch viele deutsche Familien solche Wohltaten verdient oder sogar bitter nötig?

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