Aktuelles, Regional / Sonntag, 18.Oktober.2015

Köln: Beisicht-Wahlergebnis bleibt unerreicht!

Bei der Kölner Oberbürgermeisterwahl konnte sich die parteilose Sozialdezernentin Henriette Reker deutlich gegen den SPD-Kandidaten Jochen Ott durchsetzen.

rottmannzuwandererBei den kleineren Mitbewerbern blieb eine Überraschung aus. Die eurokritische AfD, die kurz vor der Wahl noch mit auf Zuwanderern zugeschnittenen Zeitungsanzeigen polarisiert hatte, kam auf knapp unter 4%. Der Bewerber der in NRW nur noch auf dem Papier existenten Republikaner, Kevin Krieger, erreichte mit etwa 0,5% das zu erwartend schwache Ergebnis, was jedoch mehr dem Außenbild seiner Partei als den eigenen Wahlkampfanstrengungen geschuldet sein wird.

Selbst zusammengerechnet blieben beide Parteien weit unterhalb des Ergebnisses, welches der PRO-NRW-Parteivorsitzende bei der vorherigen Wahl im Jahr 2009 erzielen konnte. Rechtsanwalt Markus Beisicht konnte damals mit knapp 20.000 Wählerstimmen und fast 5% der abgegebenen Stimmen ein kräftiges Ausrufezeichen setzen. Wenn man zusätzlich dazu davon ausgeht, dass die geringe Wahlbeteiligung kleinere Parteien begünstigt, verschiebt sich das Gleichgewicht noch weiter zugunsten des freiheitlichen Originals, da am heutigen Wahltag ein dramatischer Einbruch der Beteiligung zu verzeichnen war.

Umso trauriger ist angesichts dieser Tatsachen der Fakt, dass sich die Bürgerbewegung PRO KÖLN bereits lange vor der Wahl gegen eine erneute Kandidatur positioniert hatte. Diese Entscheidung, und nicht etwa vorgeschobene inhaltliche Veränderungen, führte zum Auseinanderdriften der Organisationen PRO KÖLN und PRO NRW. Eine echte freiheitliche Kraft auf dem Stimmzettel hätte auf jeden Fall einen Achtungserfolg erzielen können, gerade angesichts der dramatischen Asylsituation.

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