Aktuelles / Dienstag, 26.Juni.2012

Düren: Klüngelskandal in der Stadt

Wieder einmal zeigt sich, dass die Altparteien unter einem kommunalpolitischen Engagement primär die Lösung der sozialen Frage ihrer Funktionäre auf Kosten des Steuerzahlers verstehen.

Im Kreis Düren scheint Geld keine Rolle zu spielen. Dieser Eindruck drängt sich, angesichts der finanziellen Konditionen auf, die die kommunale Entwicklungsgesellschaft „Indeland“ ihrem neuen Geschäftsführer eingeräumt hat.

Markus Beisicht

Die kommunale Entwicklungsgesellschaft „Indeland“ kümmerte sich bisher ehrenamtlich darum, wie sich die Region nach dem Ende des Braunkohletagebaus zukunftsfest präsentieren kann. Die Gesellschaft wird unter anderem vom Kreis Düren, den Städten Jülich und Eschweiler sowie weiteren Gemeinden getragen, die alle in der Gesellschafterversammlung vertreten sind.

Nun musste wieder ein verdienter Funktionär der SPD versorgt werden. Folglich wählte die Gesellschafterversammlung im März den SPD-Funktionär Jens Bröker zum hauptverantwortlichen Geschäftsführer. Bröker war bis zu diesem Zeitpunkt Geschäftsführer der SPD-Unterbezirke Euskirchen und Heinsberg.

Selbstverständlich erhielt der verdiente Funktionär einen neuen lukrativen Vertrag. Er erhält ab dem 01. Mai ein Jahresgehalt von 150.00,00 € brutto und einen Dienstwagen „der gehobenen Mittelklasse“ zur privaten und geschäftlichen Nutzung. Hört der SPD-Funktionär auf, greift ein sogenannter Beratervertrag ein. Dieser sichert ihm bis zu der für Bröker maßgeblichen Altersgrenze ein Jahresgehalt von anfänglich
85.000,00 € plus Mehrwertsteuer zu.

Die soziale Frage des SPD-Funktionärs Bröker ist demzufolge geklärt. Dieser hat bis zur Rente ausgesorgt. Der nordrhein-westfälische Steuerzahler wird es schon richten.

Zu diesem Skandal erklärt der PRO-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Die Funktionäre der Altparteien werden immer gieriger und schamloser. Während sie beim Bürger hemmungslos abkassieren, gibt es bei der Vertretung der eigenen Interessen offenbar überhaupt keine Schamgrenze mehr.“