Kein Steuergeld an die DITIB!
Aktuelles, Landesweit, Top-Themen / Dienstag, 23.Mai.2017

Kein Steuergeld an die DITIB!

Die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) agiert als bundeweiter Dachverband für das kulturelle und religiöse Zusammenleben der Muslime in der Bundesrepublik. Zu diesem umstrittenen Verband gehören etwa 900 Moscheen und rund 800.000 Mitglieder.

Die Satzung der DITIB zeigt offenkundig die Verbindung und Nähe zum autokratischen türkischen Staat auf: So untersteht der Verband direkt der höchsten Religionsbehörde in Ankara, die von Ministerpräsident Yildirim geleitet wird und bestimmt, wer im Vorstand der DITIB arbeitet. Für den Islamunterricht an unseren Schulen kooperiert das NRW-Schulministerium nach wie vor mit der DITIB. Ein Beirat für den islamischen Religionsunterricht zertifiziert die Lehrer und spricht Empfehlungen für Bücher und andere Unterrichtsmaterialien aus. Was jedoch tatsächlich im Islamunterricht passiert und welche Inhalte dort vermittelt werden, das weiß niemand so genau, ähnlich wie beim muttersprachlichen Ergänzungsunterricht.

In jüngerer Vergangenheit vermittelte der Unterricht vermehrt frauenfeindliche und vermehrt radikale Auslegungen des Islams und benutzte fragwürdiges Lehrmaterial, so verherrlichten zum Beispiel Comic-Hefte den Märtyrertod. Im letzten Monat hat sich das Bundesfamilienministerium der Merkel-Regierung dazu entschieden, ausstehende Zahlungen von insgesamt einer Million Euro wieder an die DITIB fließen zu lassen.

PRO NRW hat diese Entscheidung des Bundesfamilienministeriums scharf kritisiert. Wir haben uns insoweit klar positioniert und fordern eine Rote Karte für religiöse Verbände, die unsere freie Gesellschaft ablehnen und ein vollständiges Einfrieren von Zahlungen an die DITIB. Für uns ist klar, dass das Demokratieverständnis Erdogans nicht mit unseren demokratischen Wertvorstellungen kompatibel ist. Und für uns liegt auch der Einfluss des türkischen Staates auf die DITIB auf der Hand.

Seit einigen Monaten beschäftigen sich Staatsanwälte und der Verfassungsschutz mit der DITIB, weshalb es für uns nicht mehr nachvollziehbar ist, dass der deutsche Staat gleichzeitig einerseits eine solche Organisation unter Beobachtung stellt, andererseits aber weiterhin hohe Summen an Fördergelder für diesen obskuren Verein  zur Verfügung stellt. Noch unverständlicher ist für uns die Tatsache, dass die DITIB nunmehr auch in einigen bundesdeutschen Rundfunkräten vertreten ist.

Für PRO NRW ist es wichtig, Verbände wie die DITIB, die direkt aus der Türkei heraus gesteuert werden, auf den Prüfstand zu stellen und insbesondere nicht mit unseren deutschen Steuergeldern zu finanzieren.

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