Aktuelles, Landesweit / Montag, 25.November.2013

Islamkritiker Hamad Abdel Samad offenbar entführt!

Der islamkritische Autor Hamad Abdel Samad wurde allem Anschein nach in seiner ehemaligen Heimat Ägypten entführt. Zuvor hatten führende islamistische und salafistische Kräfte unter anderem via Fernsehen zu seiner Ermordung aufgerufen.

Ein ägyptisches Nachrichtenportal meldete die vermutete Entführung am 25. November 2013 unter Berufung auf den Bruder des Autoren. Abdel Samad sei in der Nähe des Al-Azhar-Parks in der Hauptstadt Kairo verschwunden. Am Telefon habe er zuvor davon berichtet, dass er sich auf dem Weg zu einem wichtigen Termin von einem schwarzen Auto verfolgt fühlen würde. Seitdem herrscht Funkstille.

Hamad Abdel Samad ist der deutschen Öffentlichkeit als Islamkritiker gut bekannt. Der Autor von „Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose“ wurde unter anderem in die Deutsche Islamkonferenz berufen. Er tritt für einen strikten Säkularismus ein.

In der Fernsehsendung „Entweder Broder“ bereiste er mit dem jüdischen Journalisten Henryk M. Broder die Bundesrepublik und trat dabei auf ironisierende Art und Weise unter anderem linken Lebenslügen und der „Political Correctness“ entgegen. Nun war sein Gesicht tagelang auf einer Seite der ägyptischen Muslimbrüder zu sehen. Auf seine Stirn geschrieben: „Gesucht als Toter!“

Christopher von Mengersen (links) mit Hamed Abdel Samad

Christopher von Mengersen (links) mit Hamad Abdel Samad

„Ich hoffe, Herr Abdel Samad ist noch bei guter Gesungheit und wird bald unverletzt aufgefunden oder befreit werden“,

kommentierte das PRO-NRW-Vorstandsmitglied Christopher von Mengersen den Vorfall.

„Ebenso wie Herr Samad stehe ich auch auf Todeslisten mehrerer islamistischer Gruppierungen und bin somit mit einem Leben unter ständigem Stress und teilweise in Angst vertraut. Mit dieser wahrscheinlichen Entführung haben in Ägypten die extremistischen Muslimbrüder ihr wahres Gesicht gezeigt.

Die wochen-, gar monatelange Hetze gegen einen islamkritischen Vorreiter scheint aufgegangen zu sein. Wenn wir in Deutschland eine ähnliche Entwicklung, wie beispielsweise die Etablierung islamistischer Parallelgesellschaften, nicht stoppen, dann blühen uns hier bald ägyptische Zustände. Dies hat nicht zuletzt das vereitelte Attentat auf Markus Beisicht bewiesen.“

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