Aktuelles / Donnerstag, 21.November.2013

Islamist Denis Mamadou Cuspert (Deso Dogg) in Syrien gestorben?

Seit seinem Übertritt zum sunnitischen Islam 2010 war der Berliner Ex-Rapper „Deso Dogg“, bürgerlich Denis Mamadou Gerhard Cuspert, nach dem Wanderprediger Pierre Vogel einer der bekanntesten Salafisten Deutschlands. Wie nun die International Business Times und auch das britische Videoportal LiveLeak berichten, soll Cuspert infolge eines Angriffs der syrischen Luftwaffe am 20. November 2013 verstorben sein. Er wurde wohl nur 38 Jahre alt. Zuvor hatte der Extremist öffentlich geäußert, er gehe zur militärischen Unterstützung seiner Glaubensgeschwister nach Syrien, wobei er einen „Märtyrertod“ im dortigen Bürgerkrieg bewusst in Kauf nehme.

Mit Cuspert ist einer der größten PRO-NRW-Gegner aus dem salafistischen Spektrum jetzt offenbar Geschichte. Am 5. Mai 2012 war er gemeinsam mit gleichgesinnten Fanatikern im Schatten der Bonner König-Fahd-Akademie einer der Randalierer gegen die Bürgerbewegung sowie vor allem gegen die Polizei, die zwei Schwerverletzte zu beklagen hatte. Seit Juni 2012 bestand wegen eines dringenden Verdachts des schweren Landfriedensbruchs gegen ihn Haftbefehl. Weshalb die Polizei den Halbghanaer nicht schon an Ort und Stelle in die Untersuchungshaft überführt hat, wird wohl auf ewig das Geheimnis der beteiligten Sicherheitsbehörden bleiben.

„Das Geschehen um die Person Cusperts habe ich seit dem Beginn des Jahres 2012 intensiv verfolgt“,

teilt der Bonner PRO-NRW-Ratsherr Nico Ernst mit.

„Es ist für mich nicht weiter verwunderlich, dass der Dschihadist nun tot sein soll. Es war ein Schicksal mit Ankündigung. Die Salafisten mögen meinen, mit ihren Geldgebern aus Saudi-Arabien und dem Emirat Katar im Rücken seien sie praktisch unbesiegbar, doch die syrische Armee hat die Lage unter Kontrolle. Nach dem gescheiterten Obama-Vorstoß ist ein Eingreifen des Westens gegen die Regierung in Damaskus, die unter internationalem Schutz Russlands steht, höchst unwahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, in Zukunft möglichst keine Dschihadisten-Rückkehrer nach Deutschland zu haben, die als ausgebildete Mörder hier noch mehr Unheil anrichten können.“

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