Aktuelles / Mittwoch, 13.Oktober.2010

Integrationsdebatte zeigt eklatante Missstände

Der Vorschlag des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner, eine Deutschpflicht auf Schulhöfen einzuführen, greift nach Ansicht des pro-NRW-Generalsekretärs Markus Wiener zu kurz. Die Absicht, so Wiener, sei zu erkennen. Allerdings müsse jetzt etwas mehr kommen als im Übrigen nur schwer zu kontrollierende Maßnahmen:

„Es ist immerhin schon einmal ein ermutigendes Zeichen, dass bei den Altparteien jetzt etwas von jener Wirklichkeit angekommen ist, auf die unsere Bürgerbewegung seit ihrer Gründung hingewiesen hat. An manchen Schulen seien Deutsche bereits in der Minderheit, wird Christian Lindner zitiert. Der Vorschlag, eine Deutschpflicht auf Schulhöfen einzufordern, hört sich auf den ersten Blick gut an. Er greift aber zu kurz und ist überdies kaum zu kontrollieren.

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

Wenn wir feststellen, dass die Deutschen in der nachwachsenden Generation zur Minderheit gehören, dann sollte man vor allem erst einmal die Konsequenz daraus ziehen, die jetzige Form der Einwanderung zu beenden. Bei unseren derzeitigen Problemen ist es fast schon kriminell, so wie Angela Merkel das jetzt im Zuge der Seehoferdebatte bemerkte, unser Land als offen für Einwanderung zu erklären. Das Boot ist vielmehr voll, und insbesondere die Einwanderung von weiteren Analphabeten oder religiösen Eiferern ist sofort zu stoppen.

Dann sollten die hier lebenden Migranten dringend zum Gebrauch der deutschen Sprache gebracht werden. Das fängt aber in den Familien an. Es müssen Strukturen verhindert werden, in denen zum Beispiel rein türkische Parallelwelten möglich sind, in denen man die deutsche Sprache gar nicht benötigt. Es bedarf keines Entgegenkommens mehr, keiner Rücksicht, die die deutsche Gutmenschenpolitik bisher ausgezeichnet hat. Deutsche Behörden und Integrationsräte überschlagen sich ja fast, um die Migranten mit fremdsprachigen Angeboten zu locken.

Stattdessen könnte man etwa vorschlagen: Eltern, die nicht in der Lage sind, in deutscher Sprache Schulprobleme zu erörtern, müssen mit Sanktionen rechnen – zum Beispiel mit der Streichung von Zuwendungen. In den Klassen müssen endlich kostspielige pädagogische Extraprogramme gestoppt werden und kurrikulare Sonderbehandlungen. Wer in Deutschland leben will, hat sich in erster Linie selbst um den Erwerb der deutschen Sprache zu kümmern. Und wer das nicht will oder kann, muss in seine Heimat zurückkehren.

All dies wären Dinge, die endlich einmal offen auf den Tisch gehörten. Aber die zaghaften und halbherzigen Versuche von Herrn Seehofer oder Lindner, die zudem beim leisesten Gegenwind gleich wieder devot zurückgenommen werden, bringen uns keinen Schritt in der Zuwanderungspolitik weiter.“