Regional / Montag, 17.November.2014

Leverkusen: Hotel Neuenhof wird Asylantenunterkunft

Es lebt sich nicht schlecht als vermeintlich politisch Verfolgter in Leverkusen. Im Regelfall wird man auf Kosten des Steuerzahlers in von der Stadt angemieteten Wohnungen gemäß dem sogenannten Leverkusener Modell untergebracht.

Nunmehr wird das ausrangierte Hotel Neuenhof modernisiert und als neue Unterkunft für Wirtschaftsflüchtlinge bereitgehalten. Ende November sollen dort wenigsten 30 Wirtschaftsflüchtlinge untergebracht werden. Die Anwohner des ehemaligen Hotels Neuenhof an der Bebelstraße 56 wurden in die Pläne der Stadtverwaltung nicht eingeweiht und werden nunmehr, nachdem alles beschlossen ist, nachträglich darüber informiert.

Der Eigentümer des Ex-Hotels macht nun ein Riesengeschäft.

Die Anwohner dürfen sich auf sozialen Sprengstoff freuen. Man darf sehr gespannt sein, wie sich die Kriminalität rund um die Bebelstraße entwickelt. Die Anwohner dürfen sich jedenfalls schon jetzt auf Lärmbelästigungen, Pöbeleien, Vermüllung und andere Beeinträchtigungen einstellen.
Die Immobilienpreise rund um das ehemalige Hotel werden rapide in den Keller gehen. Wer besitzt schon gerne eine Immobilie in unmittelbarer Nähe einer Asylantenunterkunft. Vor dem Einzug der neuen Bewohner wurde das Hotel umfassend renoviert. Zudem sei eine 24-Stunden- Rundumbetreuung für die Wirtschaftsflüchtlinge sichergestellt.

OB Buchhorn wird die Anwohner über ihre neuen Nachbarn am Mittwoch, 19. November 2014, 19:00 Uhr, im Ratssaal informieren und ihnen mitteilen, dass sie nun dem Ruf Leverkusens als bunte und tolerante Stadt gerecht werden müssen. Buchhorn wohnt selbstverständlich nicht in der Bebelstraße.

Beisicht_MTÜ_neuZur Unterbringung von Asylbewerbern im Hotel Neuenhof erklärt der PRO NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Wir lehnen die Unterbringung von Asylbewerbern im Hotel Neuenhof entschieden ab. Es ist im Übrigen ein Unding, dass die Anwohner der Bebelstraße von OB Buchhorn vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Gemeinsam mit Anwohnern werden wir kurzfristig den bürgerschaftlichen Widerstand gegen die geplante Unterbringung von Asylbewerbern im Hotel Neuenhof organisieren. Es dürfte auch interessant sein, was allein die Renovierung des Hotels Neuenhof den Leverkusener Steuerzahler gekostet hat. Auch dürfte nicht uninteressant sein, welche Pacht die Stadt monatlich dem Eigentümer zahlt? Die Bebelstraße kann sich jedenfalls aus vielerlei Gründen die geplante Asylantenunterkunft nicht leisten.“

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