Aktuelles / Freitag, 29.Oktober.2010

Gewaltiges Medienecho auf neue FPÖ-Pro-Kooperation

Die auf der Leverkusener Pressekonferenz verkündete neue Kooperation zwischen FPÖ und Pro-Bewegung hat in Deutschland und Österreich ein enormes Medienecho ausgelöst. Selbst britische und norwegische Tageszeitungen ersuchten im Nachgang der ersten Berichterstattungswelle nun um Interviews. Insgesamt erschienen bereits jetzt in über 30 verschiedenen Nachrichtenagenturen, Zeitungen und Online-Medien ausführliche Berichte, von denen hier einige auszugsweiße zitiert werden sollen.

Die WELT war mit mit einem eigenen Reporter am Mittwoch vor Ort und hielt in einem ausführlichen Hintergrundbericht ihren Online- und Druckausgaben u.a. fest:

Es mutete an wie die Präsentation eines politischen Franchisesystems. Die FPÖ mit ihrem Parteichef Heinz-Christian Strache versucht, ihren politischen Erfolg nach Deutschland zu exportieren. „Mit Unterstützung der FPÖ werden wir in der Bundesrepublik die Parteienlandschaft verändern, und wir werden mittelfristig dafür sorgen, eine demokratische Rechtspartei zu verankern“, schwärmte der Pro-Vorsitzende Markus Beisicht. Man wolle sich gegenseitig Funktionäre schicken, damit jeder vom anderen lernt … Die Ambitionen deuten auf eine neue rechte Partei auf Bundesebene hin. „Es fehlt eine moderne Oppositionsbewegung von rechts“, sagte Beisicht. Man sei dabei, mit anderen Formationen „jenseits der CDU und jenseits der klischierten NS-Szene“ Kräfte zu bündeln. Bisher habe man die Priorität auf die Europawahl 2014 gelegt. Die FPÖ gilt als Vorbild, sie erhielt immerhin jüngst rund 27 Prozent bei den Kommunal- und Landtagswahlen in Wien.

Der österreichische Standard meldete:

Die FPÖ will mit der “Pro-Bewegung” in eine “intensivere Kooperation gehen”, sagte Harald Vilimsky zur APA. Mittelfristiges Ziel der Zusammenarbeit über eine “klassische Aufbauhilfe” hinaus sei ein deutschlandweites Antreten der in Köln und Nordrhein-Westfalen (NRW) aktiven Pro-Bewegung bei der nächsten EU-Wahl 2014, wobei auch mehrere Mandate erobert werden sollten.

Spiegel-Online bemerkte:

In Österreich wird die rechtspopulistische FPÖ immer stärker – jetzt wird sie auch in Deutschland aktiv. Die früher von Jörg Haider geführte Partei will ein Büro in Nordrhein-Westfalen gründen und Aufbauhilfe für die rechte Pro-Bewegung leisten.

Selbst die WAZ sah sich genötigt, zu berichten:

Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) probt den Brückenschlag nach Nordrhein-Westfalen. Sie will die rechte „Pro“-Bewegung in einzelnen Städten breit unterstützen. Bei einem Auftritt in Leverkusen kündigte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky an, die einst von dem europaweit bekannten und umstrittenen Jörg Haider geführte FPÖ ­werde künftig die ebenfalls rechtspopulistisch orientierte „Pro-Bewegung“ des rheinischen Rechtsanwalts Markus Beisicht zu einer „Außenstelle freiheitlicher Politik“ aufbauen. Ziel sei es, auch in der Bundesrepublik langfristig eine demokratische Partei rechts von der CDU zu etablieren.

Die Junge Freiheit schreibt:

Die FPÖ hat angekündigt, ihre Zusammenarbeit mit der Pro-Bewegung in Deutschland auszubauen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Leverkusen sagte der Generalsekretär der FPÖ, Harald Vilimsky, man wolle die Arbeit mit der Pro-Bewegung auf mehreren Ebenen intensivieren, sie internationalisieren, besser koordinieren und institutionalisieren.

Man betrachte die Pro-Bewegung damit auch als Außenstelle der freiheitlichen Politik in der Bundesrepublik, sagte Vilimsky. Ziel sei es, daß sich auch hierzulande langfristig eine demokratische Rechtspartei etabliere.

Schließlich wurde das Thema auch in zahlreichen Blogs diskutiert. unzensuriert.at schreibt:

Österreichs wieder erstarkte Freiheitliche Partei will Aufbauhilfe für die rechte Pro-Bewegung in Deutschland leisten. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Leverkusen wurde am Mittwoch der Beschluss gefasst, die Arbeit mit der Bürgerbewegung auf mehreren Ebenen zu intensivieren, besser zu koordinieren und zu institutionalisieren.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky stellte in seinem Eingangsreferat fest, wie bedeutend die Bundesrepublik Deutschland für Europa als größter Mitgliedsstaat der Europäischen Union sei und wie dringend es notwendig wäre, eine freiheitliche Partei abseits der etablierten Parteien von SPD und CDU parlamentarisch zu verankern.

Selbst PI-News hat seinen Informationsboykott beendet. Es besteht, gerade, wenn man sich hier den Kommentarstrang ansieht, die Hoffnung, dass die Basis sich zur Wort meldet und auf Einheit drängt.

Andreas Molau (pro NRW)

Der Medienexperte Andreas Molau, der zusammen mit Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener die öffentlichkeitswirksame Präsentation der neuen FPÖ-Pro-Kooperation vorbereitet und organisiert hat, meint dazu:

„Pro NRW ist nach wie vor ein mediales Thema – bundesweit. Die Resonanz auf die Pressekonferenz am Mittwoch zeigt das überdeutlich. Der Pro-Bewegung wird auch in Medienkreisen zugetraut, bundesweit ein politischer Faktor zu werden. Das darf man trotz mancher Beschimpfungen oder gelegentlicher Versuche des Kleinredens nicht vergessen.

Die Wahlergebnisse der letzten beiden Jahre, die positive Mitglieder- und Mandatsentwicklung, der Aktivismus auf allen Organisationebenen, die ständige offensive Öffentlichkeitsarbeit, die Vernetzung mit den erfolgreichsten europäischen Rechtsparteien: das alles gibt der Pro-Bewegung die nötige Relevanz, oberhalb der medialen Wahrnehnbarkeitsgrenze zu bleiben. Wir werden dafür sorgen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und letztendlich zu weiteren Wahlerfolgen führt.“