Genossen-Versorgungswerk Köln vorerst gestoppt!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Freitag, 27.April.2018

Genossen-Versorgungswerk Köln vorerst gestoppt!

Nachdem bekannt wurde, dass der umstrittene Kölner SPD-Fraktionsvorsitzende und
NRW-Landtagsabgeordnete Börschel zukünftig als hauptamtlicher Geschäftsführer
des Kölner Stadtwerke-Konzerns fungieren soll, hagelte es insbesondere aus der
Bürgerschaft heftige Kritik.
Börschel wollte alle politischen Ämter abgeben und in seiner neuen Funktion
mindestens 500.000 Euro im Jahr verdienen. Nach heftigen Protesten wurde nun die
vorschnelle Wahl Börschels zum hauptamtlichen Geschäftsführer des Kölner
Stadtwerke-Konzerns erst einmal gestoppt. Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker
möchte nun für die Stelle ein transparentes Auswahlverfahren durchführen lassen.
Dies dürfte letztendlich nur Kosmetik sein, denn jeder Insider der Kölner
Kommunalpolitik weiß, dass das Ergebnis des Auswahlverfahrens schon vorher
feststeht und der Genosse Börschel dann verspätet seinen lukrativen neuen Job
erhält.
PRO NRW kritisiert noch einmal ausdrücklich den Missbrauch städtischer
Unternehmen als Abschiebeposten für politisch ausgediente Politiker.

Hierzu erklärt der PRO NRW-Parteivorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Die Kölner Stadtwerke sind meiner Kenntnis nach eines der größten kommunalen
Unternehmen in NRW und sie sind sicher nicht als üppiges Versorgungswerk für
ausgediente SPD-Genossen gegründet worden. Wie in Köln in der Causa Börschel
agiert wurde, zeigt einmal mehr, dass sich CDU und SPD die Stadt regelrecht zur
Beute gemacht haben.
Im Übrigen bestätigt sich einmal mehr der Eindruck, dass die Altparteien in Köln sich
lukrative Pöstchen nach Gutdünken gegenseitig zuschustern. CDU und SPD haben
den negativen Ruf von Köln als Korruptionsstadt wieder erneuert.“

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