Aktuelles / Dienstag, 21.Februar.2012

Gelsenkirchen: Umgekehrte Integration am Ricarda-Huch-Gymnasium

Das Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen stelle die Integration auf den Kopf, kritisierte der Gelsenkirchener PRO-NRW-Fraktionsvorsitzende, Kevin Hauer. Hier werde offenbar auf eine zukünftige türkische Leitkultur vorbereitet. An der Schule werden Lehrer in speziellen Seminaren geschult, um muslimische Gewohnheiten besser zu verstehen. Es gibt Türkischkurse sowie Informationsveranstaltungen auf Türkisch. Solche Verhältnisse, so Hauer seien unerträglich: „Nicht nur, dass hier der Begriff Integration völlig missverstanden wird. Mit dem Projekt wird auch die Axt an das Gymnasium gelegt, das bisher noch ein Refugium für Bildung und Qualifizierung war.“

Es sei an der Zeit, erklärte Hauer, die Integrationsfrage öffentlich zu diskutieren:

„Nach Ansicht unserer BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW ist es ganz klar: Integration von Fremden heißt, dass diese die deutsche Sprache möglichst aus eigenem Antrieb lernen und benutzen und sich den kulturellen Gepflogenheiten Deutschlands und seinen Werten anpassen. Was wir am Ricarda-Huch-Gymnasium erleben, das ist jedoch das genaue Gegenteil. Es gibt überhaupt keinen Grund, Türkisch als Fremdsprache zu vermitteln. Die Sprache ist global ebenso bedeutungslos wie das Land als Wirtschaftsfaktor. Wenn hierzulande mit Türkischkursen gearbeitet wird, dann ist das lediglich eine Kapitulationserklärung vor einem kulturellen Einwanderungsdruck.

Wenn das der Blick in die Zukunft sein soll, wie die linksliberale ZEIT jetzt jubelt, dann wird mir wirklich angst und bange. Mit diesem Programm wird das Gymnasium zur Einheitsschule. Damit hätten die linken Bildungsphantasten dann ihr Programm auch auf anderem Wege erreicht und das gegliederte Schulwesen von innen heraus zerstört. Die Konzentration auf das Türkische zeugt überdies von einem neuen Rassismus. In der Schule werden Jugendliche aus 28 Herkunftsländern unterrichtet. Warum also die Bevorzugung des Türkischen? Es ist aus der Sicht von PRO NRW völlig egal, woher jemand kommt. Entscheidend ist, dass er sich an die deutsche Leitkultur hält und die deutsche Sprache lernt. Solche Verhältnisse, wie an der Ricarda-Huch-Schule, lehnen wir deshalb strikt ab.“